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  • DE-10787 Berlin
  • 03/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-107183)

Freiraumgestaltung Vorplatz Urania


  • Teilnahme


    Landschaftsarchitekten
    k1 Landschaftsarchitekten - Kuhn Klapka GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    MITARBEIT:

    Catherine Kuhn, Florian Mänz, Torsten Wolff, Peter Young


    ERLÄUTERUNGSTEXT:

    Leitidee
    Der Stadtraum wird über den neuen Vorplatz definiert und trägt die Inhalte der Urania in den Freiraum. Dabei werden unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten geschaffen und das Corporate Design in den Außenraum zu übertragen.

    Urania
    Die Urania bildet in Berlin einen wichtigen Standort der Wissensvermittlung für die Bürger der Stadt. Die beiden Vorplätze dieser wichtigen Institution werden im Stadtraum nicht wahrgenommen und benötigen für die Besucher der Veranstaltungen sowie für die Passanten eine neue Aufenthaltsqualität. Es gelingt derzeit nicht Informationen über die Aufgaben und die Angebote der Urania über den Freiraum zu kommunizieren. Die Angebote werden nahe der Fassade unter einem Vordach präsentiert und können nicht aus dem umgebenden Stadtraum wahrgenommen werden. Mit dem vorliegenden Entwurf soll die Urania über eine Adaption des Corporate Designs stärker im Stadtraum verankert werden.

    Städtebau
    Durch die Zerstörungen des 2. Weltkrieges und dem anschließenden Wiederaufbau unter dem Leitbild der autogerechten Stadt, entstand ein an dieser Stelle diffuser Stadtraum mit überdimensionierten Verkehrsflächen und fehlenden Raumkanten. Bei einer Neustrukturierung erscheint es daher sinnvoll, die unterschiedlichen Bereiche zu einem großzügigen und einheitlichen Vorplatz zusammenzufassen und dessen Verhältnis zu dem umgebenden Raum klar zu definieren.
    Begleitend zu diesen Maßnahmen wird die Skulptur Arc de 124,5º auf dem Mittelstreifen freigestellt um in den Raum hineinwirken zu können.

    Corporate Design
    Der Entwurf versteht sich als Erweiterung und Ergänzung des Corporate Designs der Urania. Um diese im Stadtgefüge besser wahrnehmbar zu verankern und den Flächen eine Aufenthaltsqualität zu verleihen wird das Rot des Logos auf ein Band aus Stahl übertragen, welches im Boden eine Art Blockrand markiert und die Urania an die Straße heranführt. Verschiedene Elemente heben sich dreidimensional aus dem Band, die für den Platz unterschiedliche Funktionen erfüllen. An der Kreuzung zur Kleiststraße sind fünf hohe Paneele angeordnet die zur Information über die Veranstaltungen und das Programm der Urania genutzt werden können. Sie bilden ein abstrahiertes Tor zum Stadtraum an der Kleiststraße und laden gleichermaßen Besucher und Passanten ein. Der Anspruch, Wissen zu vermitteln kann so in die Umgebung hinein wirken.
    Benachbart zum Café heben sich Buchstaben in der Form des Logos der Urania aus dem Band. Sie bieten zum einen eine Abgrenzung für die Aussengastronomie – zum anderen bilden Sie ein weitsichtbares Identifikationssymbol.
    Am nördlichen Vorplatz vermittelt das Band mit einer Höhe von 40cm die Höhendifferenz zwischen Platzfläche und Straßenraum und bildet eine Sitzkante aus.
    Am Nebeneingang ist das Band unterbrochen und verweist mit einem in die Gehwegfläche eingelassenen „Splitter“ auf den Zugang. Je nach Anforderung können die Elemente des Corporate Design flexibel ergänzt werden.

    Vorplatz
    Die südliche Platzfläche bildet eine hochwertige, mit großformatigen Natursteinplatten gestaltete Vorzone zum Hauptgebäude der Urania. Ein großes Sitzobjekt aus dem gleichen Naturstein akzentuiert die Fläche und bietet eine Aufenthaltsmöglichkeit für Besucher und Passanten. Die offene Platzfläche steht dabei für flexible Nutzungen bei Veranstaltungen oder als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Vor dem Anbau kann die Platzfläche für eine Außenbewirtschaftung genutzt werden.


    Wissenstransfer
    Die Platzgestaltung bietet zusätzliche Möglichkeiten zum multimedialen Austausch von Ideen und dem Transfer von Wissen. Dies kann durch Plakate an den Paneelen, den Einsatz von kleinen Lautsprechern und Displays oder über wireless - Zugänge zum Urania Intranet geschehen, die bequem von der großen Bank zu nutzen sind.

    Garten des Wissens
    Der Vorplatz des Altbaus wird mittelfristig in einen kleinen repräsentativen Garten verwandelt, der einen Kontrastpunkt zu der offenen Platzfläche am Haupteingang darstellt. Zwei Stufen führen von der Straße zu den Gräser- und Staudenpflanzungen, die von einem Sitzobjekt begleitet werden. Hier bietet sich die Möglichkeit einer kurzen Pause abseits des Straßenlärms. Ein ebenerdiger Zugang ist entlang der Fassade gegeben.

    Materialität
    Die Platzflächen aus dunkelgrauen, großformatigen Natursteinplatten heben sich dezent aus dem umgebenden Stadtraum. Das Rautenformat entsteht aus einer Überlagerung der vertikalen Linien des Fassade und der Ausrichtung des Bandes entlang der öffentlichen Flächen.
    Einzelne Elemente des Corporate Design, wie die Informationspaneele und die Buchstaben werden aus rotem Corian hergestellt. Das transparente Material ermöglicht die Beleuchtung der Elemente von innen. Das in den Boden eingelassene Band aus rot lackiertem und rutschfest beschichtetem Stahl ermöglicht auch eine Überfahrbarkeit, z.B. beim Aufbau einer Ausstellung.

    Beleuchtung
    Mit der Beleuchtung einzelner Elemente wie der Buchstaben und der Paneele werden auf dem Vorplatz spannungsvolle Akzente gesetzt. Dies erleichtert die Orientierung und die Urania wird auch bei Nacht stärker im Stadtraum verortet. Zudem erlaubt die Materialität der Elemente eine Beleuchtung von innen. Die großen Sitzobjekte heben sich durch eine dezente Beleuchtung der Schattenfuge von der Platzfläche ab.

    Stellplätze und öffentlicher Verkehr
    Auf dem nördlichen Vorplatz stehen für Veranstaltungen 4 temporäre PKW-Stellplätze zur Verfügung. Fahrradstellplätze sind im geforderten Umfang südlich der Urania und auf dem nördlichen Vorplatz angeordnet. Die schmalen Fahrradständer aus Flachstahl mit einer Breite von 46cm werden an der Verlegerichtung der Rauten ausgerichtet und so in das Gestaltungskonzept eingebunden.
    Die Bushaltestelle an der Straße An der Urania wird um wenige Meter nach Norden verschoben, so dass die Blickbeziehung zum Haupteingang nicht verstellt wird.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 21.05.2012, 12:04
Zuletzt aktualisiert 21.05.2012, 16:41
Beitrags-ID 4-55183
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