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  • DE-81245 München
  • 05/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-96532)

Paul-Gerhardt-Allee


  • Anerkennung


    Architekten
    Köstlbacher Miczka Architektur Urbanistik, Regensburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Torben Römer, Christoph Röhrl

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Wamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten, Regensburg (DE)

    Erläuterungstext
    Im Wettbewerbsgebiet und den angrenzenden Quartieren finden sich keine bestehenden Strukturen, die als Basis einer städtebaulichen Grundidee dienen könnten. Das Areal wird daher als Quartier mit eigenständigen städtebaulichen Grundmustern entwickelt.

    Zentrales Element ist hierbei der große Quartierspark, der das Gebiet gliedert, eine adäquate Freiraumversorgung der einzelnen Entwicklungscluster gewährleistet und zugleich gemeinsam mit dem Grünzug entlang der Bahnlinien einen attraktiven Freiflächenverbund im Gebiet und zum großen Naherholungsraum des Nymphenburger Parks herstellt. Aus der Referenz der großen Durchsichten des Nymphenburger Parks wird dieser Freiraum von weitläufigen Rasenflächen und den begleitenden Baumkulissen geprägt. Ein Wasserband in Kombination mit einem A-Ha dient sowohl als Abgrenzung zu privaten Freiräumen in den Baumhainen als auch der Sammlung und Rückhaltung des anfallenden Oberflächenwassers.

    Bautypologisch gliedert sich das neue Quartier in drei Teilbereiche:
    Entlang der Paul-Gerhard-Allee nimmt eine kleinteilige Bebauung den im Westen existierenden Maßstab auf, sie lässt eine stufenweise mittelfristige Entwicklung auf bestehenden Flurstücken zu. Das Quartierszentrum rückt als Entrée an die Straße. In einem großflächigen Baumhain frei angeordnete Punkthäuser mit bis zu 12 Geschossen bieten hochattraktive Wohnformen mit visuellem Bezug zum Nymphenburger Park in den oberen Etagen.
    Im Osten entsteht mit der Blockrandtypologie eine robuste Baustruktur, die Schallimissionen minimiert und in den Innenhöfen hochwertige, gut nutzbare Freiräume anbietet.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen eine klare städtebauliche Struktur mit einem großzügigen
    diagonalen Park vor. Die Dimensionierung der unterschiedlichen Blockstrukturen mit
    differenzierten Gebäudeteilen und Innenhöfen überzeugen. Der Übergang der orthogonalen
    Blockstruktur zur Pasinger Kurve ist gut gelöst. Im Inneren entsteht dadurch
    ein lärmberuhigter zentraler Park. Allerdings wird eine große Anzahl von Wohnungen
    durch den Lärm der Bahnstrecke belastet.
    Die Gestaltung des Parks mit dem Thema Wasser wird begrüßt, ist jedoch hinsichtlich
    ihrer technischen Umsetzung kritisch zu bewerten. Der Versuch, den Park durch die
    freie Setzung von 7-12 geschossigen Punkthäusern optisch zu erweitern, gelingt.
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