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  • DE-18069 Rostock
  • 05/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-94435)

Areal Mittelmole Warnemünde


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Architekten
    Moritz Czech Architekt, Berlin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Uhrmeister Architekt, Berlin (DE)
    Landschaftsarchitekten: bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH)

    Preisgeld
    6.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit zeichnet sich durch eine klare Zonierung aus. Sie zeigt städtebaulich-räumliche Zäsuren an wichtigen Stellen auf: um den Bahnhofsbereich, im Norden am Segelhafen sowie zwischen Kreuzfahrtterminal und Zwiebelschuppen. Eine durchaus differenziert vorgeschlagene Wohnbebauung ist in einem geschlossenen Ensemble zusammengefasst worden. Ein Boulevard trennt die Areale am Seekanal mit Hotels und Terminals von der übrigen Mittelmole und verbindet den Gesamtbereich von Süden nach Norden.
    Die Art der Wohnbebauung greift das für Warnemünde typische Prinzip der Kompaktheit auf und schafft somit die Voraussetzung für das Wirken einer baulichen Dominante. Es wird die einheitliche Skyline von Warnemünde fortgesetzt, so dass Freiraum für solch eine Dominante am Nordende der Mittelmole entstehen
    kann.
    Aus Sicht des Preisgerichts wird der Yachthafen als eine harmonisch wirkende Anlage entwickelt - die in der Bebauung angelegten Linien werden aufgenommen und zu einer großen gestalterischen Geste mit dem Hafen als abschließendem Höhepunkt der Mittelmole weitergeführt.
    Der Bahnhofsplatz wird vom Verkehr freigehalten und erhält somit eine neue Aufenthaltsqualität. Die Querung der Mittelmole in einer verkehrsberuhigten Zone zwischen Altem Strom und Seekanal lädt als kurze Verbindung ein und lässt den besonderen Charakter des Standorts spürbar werden. Der Verkehr wird konsequent am Neuen Strom entlang geführt - so wird eine klare Entlastung der „Grünen Zone“ und der
    Innenstadt von Warnemünde erreicht. Für den ÖPNV wird optional eine störungsfreie Führung ermöglicht, die ihren Endpunkt richtig am Bahnhof setzt. Die Standorte der Parkhäuser lassen Kapazitätsspielräume zu. Aus verkehrlicher Sicht werden zudem die maßstäbliche Straßengestaltung mit Boulevardcharakter und der stark verkehrsberuhigte nördliche Bereich hervorgehoben. Ebenso die Konzentration von Parkierung und Anlieferung.
    Empfohlen wird die Wiedereinführung der Idee aus dem Entwurf der ersten Wettbewerbsphase mit der Querungsmöglichkeit über den Alten Strom. Die vorgeschlagene Landmarke sollte kräftiger ausgeformt werden. Die nutzbare Freifläche am Seekanal sollte vergrößert werden, dagegen scheinen die Angebote für Hotelneubauten zu großzügig ausgewiesen zu sein. Positiv wird die Integration der Bestandsbebauung auf der Ostseite des Alten Stroms in das Gesamtkonzept bewertet.


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