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  • DE-18069 Rostock
  • 05/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-94435)

Areal Mittelmole Warnemünde


  • 2. Preis


    Architekten
    BASTMANN + ZAVRACKY BDA ARCHITEKTEN GMBH, Rostock (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stephan Bastmann

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: wagner Planungsgesellschaft, Rostock (DE)
    Landschaftsarchitekten: Webersinke Landschaftsarchitekten, Rostock (DE)

    Preisgeld
    10.500 EUR

    Erläuterungstext
    Grundidee zur Neuordnung des Areals Mittelmole ist die Schaffung einer durchgängigen, erlebbaren Siedlungslandschaft. Dabei sind die unterzubringenden Hauptfunktionen jeweils in 3 Clustern mit individueller Ausgestaltung organisiert:
    - Wohnquartier – „Schwedenschanze“
    - Hafenquartier mit Seglerforum und Fischerpromenade
    - Kreuzfahrtareal mit dazugehöriger Infrastruktur der Liegeplätze 6 bis 8 wie auch Parkgaragen

    Die Orts- und Freiraumstrukturen des historischen Ortskerns von Warnemünde werden aufgenommen und einer modernen und den Nutzungsanforderungen entsprechenden Form interpretiert.
    Insbesondere die charakteristische Baustruktur mit schmalen, länglichen Parzellen, die kleinteilige Maßstäblichkeit sowie die Höhenentwicklung mit in der Regel 2-5 Geschossen finden Eingang in den Bebauungsvorschlag. Insgesamt entsteht auf der Mittelmole eine differenzierte Gebäude- und Freiraumstruktur mit großzügigen und gleichzeitig individuellen Wohnungsangeboten
    sowie privaten und semiprivaten Aufenthaltsräumen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Diese Arbeit bietet ein eigenständiges und hochwertiges Wohnquartier mit guter ohnqualität und Adressbildung sowie geschickter Abgrenzung zu den zu erwartenden Besucherströmen. Die Wohnbebauung ist in der Realisierung allerdings schwierig; die geknickte Geländeoberfläche wirkt nicht überzeugend. Die etwas zu kleinteilige Körnung entspricht nicht den Vorstellungen für die Mittelmole. Die Ostseite des Wohnquartiers sollte durch grünplanerische Maßnahmen im Übergang zur Freifläche aufgewertet werden.
    Der öffentliche Raum bietet hohe Qualitäten - insbesondere durch sinnvolle Wegeführungen am Alten Strom und in der Bahnhofsachse. Der Kunstgriff mit der Wohnbebauung im Bereich der nordöstlichen Erweiterung der Mittelmole wird positiv beurteilt.
    Insgesamt erfüllen alle Wohnstandorte die Schallschutzanforderungen. Der vorgeschlagene Standort der Landmarke definiert einen neuen Eingang für Warnemünde und die Warnowmündung. Die charmante Yachthafenlösung wird durch die hohe raumbildende Qualität aufgewertet. An der Kaikante wird eine multifunktionale Veranstaltungsfläche schlüssig positioniert. Für den Segelsport scheinen die vorgesehenen Flächen nicht ausreichend. Die Parkierungslösungen werden insgesamt und insbesondere bezüglich des begrünten Parkhauses positiv bewertet.
    Wegen der unveränderbaren Bahngleise östlich des Bahnhofs wirken der Busbahnhof und die Fußgängerbrücke nicht überzeugend.
    Insgesamt ist dies eine Arbeit mit einer außergewöhnlichen flexibel anwendbaren Gestaltungsidee. Eine Realisierung in Abschnitten wird als schwierig beurteilt.