loading
  • CH-3014 Bern
  • 03/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-81121)

Urbane Aussenraumgestaltung Verwaltungszentrum Guisanplatz 1 (G1)


  • 3. Rang 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Rita Mettler

    Mitarbeit
    Marek Langner, Kaja Terpinska

    Erläuterungstext
    Der öffentliche Raum des Verwaltungszentrums erhält seine Prägnanz mittels einer durchgängigen identitätsbildenden Formensprache. Die Freiraumstruktur orientiert sich an dem strengen orthogonalen Raster der Gebäude und modifiziert es leicht. Ein einheitlicher Bodenbelag aus hellem Asphalt mit Metallintarsien bildet den Boden des neuen Verwaltungszentrums. Auf den Plätzen setzen Lärchenhaine (Larix decidua) räumliche Akzente. Sie bilden das lockere, lebendige Gegenüber zu den grossvolumigen, orthogonalen Gebäudekörpern. Der Asphaltbelag wechselt im Bereich der Bäume in rechteckige, chaussierte Platzflächen. Die modellierte, leicht bewegte Oberfläche aus hellem Asphalt und hellem chaussierten Belag gibt den Plätzen eine weiche und warme Ausstrahlung.

    Die Anordnung der Metallintarsien im Bodenbelag bezieht sich auf das Gebäudegrundraster und den menschlichen Massstab. Sie spiegeln das Zusammenspiel von Ordnung und Bewegung, das Ausloten unterschiedlicher Situationen, das Geben und Nehmen, und können so für die Benutzer/innen zum besonderen Erlebnis werden. Die Oberfläche der Gusseisenintarsien wird an wenig begangenen Orten matter und an stark frequentierten Orten poliert und glänzend, durch die Benutzung über die Zeit wird die Idee des Sichtbarmachen der Bewegungsströme verstärkt.

    Die Baumgruppen aus Lärchen bieten angenehmen Aufenthalt auf den Plätzen. Sie werden in verschiedenen Grössen gepflanzt und entwickeln sich entsprechend der Aufbauhöhen über der Tiefgarage unterschiedlich. Die anfänglich dicht gepflanzten Lärchen werden über die Jahre gelockert, so dass sie bereits in der zweiten Etappe, wenn das Areal richtig öffentlich wird, als lockere Haine auf den Plätzen differenzierte Räume bilden. Die Anordnung der Lärchen, zusammen mit der Topographie des Belages, verhilft den Plätzen durch die Verlangsamung zu höherer Aufenthaltsqualität. Die Lärchen mit ihrem unregelmässigen Wuchs, den feinen, farblich nach Jahreszeit variierenden Nadeln, bilden eine lichte Atmosphäre und spielen mit dem Kontrast der streng geometrischen Gebäudefassaden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.