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  • DE-22767 Hamburg
  • 05/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-94306)

Hamburger Deckel - Abschnitt Altona, "Gut bedacht 2.0"


  • Ankauf


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    Architekten
    Grischa Leifheit, Berlin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Atelier LOIDL, Berlin (DE)
    Stadtplaner: Studio Wessendorf, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    ANNÄHERUNG
    Die trennende Stadtautobahn A7 verschwindet in den Untergrund. Wo vorher ein paralleles Band Stadt und Landschaft zerschnitt, wird zukünftig ein Freiraum enstehen, der sowohl die Qualitäten des grossartigen, kilometerlangen Fernblicks und der Landschaftsachse zur Elbe beibehält, aber gleichzeitig die Wunden der Verkehrsbarriere heilt.
    Die historischen Parkanlagen, Lutherpark und Bonnepark, erhalten jeweils einen Rundweg, der die noch zerschnittenen Teilbereiche erlebbar zusammenführt.
    Vielfältige Querungen, die sich aus den städtebaulichen Bezügen ergeben, rhythmisieren die Längsausdehnung des Gesamtparks.

    STÄDTEBAU
    Die städtebauliche Arrondierung der an den neuen Park angrenzenden Quartiere und Baufelder bilden deutliche Parkkanten aus und markieren insbesondere die Übergänge zwischen den schmaleren und den sich aufweitenden Parkfeldern. Form und Struktur der Bebauungen werden jeweils aus dem angrenzenden Bestand heraus entwickelt. Die unterschiedlichen Typologien und Massstäblichkeiten setzen sich differenziert fort oder werden zeitgemäss interpretiert.
    An besonders prägnanten Querungspunkten der neuen Parkkonzeption oder an Punkten, die aufgrund ihrer Lage an übergeordneten Erschließungsachsen die beabsichtigte Vernetzung baulich unterstützen können, wird innerhalb der gewählten Typologie verdichtet, bzw mit einer öffentlichen Nutzung ein besonderer Ort geschaffen.
    So erhält der Bahrenfelder Marktplatz eine Fassung, die seinem Namen gerecht wird - wo jetzt Autos parken, entsteht ein urbaner Platzraum, der sich inmitten von Straßen und heterogener Bebauung mit einem turmartigen Gebäude verankert und behauptet. Der Bahrenfelder „Speicher am Markt“ markiert künftig das Entrée zum Stadtteil und ist dabei aus vielen Perspektiven im Panorama des neuen Parkgebiets sichtbar. Auf dem Marktplatz steht das solitäre Gebäude frei und kann in alle Richtungen geöffnet werden, die Platzfläche auf der dem Ort zugewandten Seite wird von hier aus gastronomisch bespielt.

    Insgesamt haben die vorgeschlagenen Bebauungsstrukturen ein hohes Mass an Durchlässigkeit. Damit entsprechen sie gleichermassen den aktuellen Anforderungen an die Bauökologie und den qualitativen Erwartungen, die an den parknahen Lebensraum im Übergang von der Grossstadt zur Vorstadt gestellt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Zwei unterschiedliche Freiraumkategorien bilden ein klares räumliches Gefüge.
    Zum Einen werden die historischen Parkanlagen zusammengeführt und durch weitläufige Lichtungen gekennzeichnet. Zum anderen werden in den Schneisen zwischen den Parkanlagen die Kleingärten angeordnet. Die Kleingartencluster entwickeln sich aus der Randlage des Parks und ermöglichen eine breite Blickachse.
    Die Teilnehmer schlagen einen breiten Fuß- und Radweg als schnelle Verbindung von Nord nach Süd sowie schmalere Querverbindungen an den wichtigen Quartierszugängen vor. Die historischen Parkanlagen erhalten jeweils einen Rundweg.
    Die Parkkanten werden städtebaulich ausgebildet. Die Typologien wurden aus dem angrenzenden Bestand heraus entwickelt.
    Insgesamt wird die klare Freiraumstruktur und Gliederung des Parks gewürdigt, die allerdings zu sehr von der Verlagerung der Kleingärten in die Entwicklungsflächen abhängig ist.


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