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  • DE Augsburg
  • 06/2005
  • Ergebnis
  • (ID 2-3129)

Reese-Sheridan Kaserne 2. Stufe


  • Ankauf


    Landschaftsarchitekten
    bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeiter: Timo Herrmann Christian Bauer Michael Saur Tino Buchs Ellen Kallert Georg Wasmer

    Erläuterungstext
    Das Parkband Sheridan vereint Gegensätzliches zu einer Freizeitlandschaft neuen Typs. Einem Fluss gleich sucht sich das Parkbank seinen Weg durch die städtische Umgebung und reagiert dabei auf den unterschiedlichen Charakter der angrenzenden Bebauung.Dem Gewerbegebiet im Westen vorgelagert befindet sich eine Baum bestandene Wiesenlandschaft, während die Stadtkante der Wohnquartiere im Osten bis an die offene Mitte des Parkbandes heranrückt. Je nach Standpunkt und Blickrichtung oszillieren die Raumeindrücke zwischen urban/landschaftlich, hart/weich und artifiziell/natürlich. So werden Hin- und Rückweg durch den Park zum abwechslungsreichen Erlebnis.

    Eine rhythmische Abfolge von Wildstaudenbänken zieht sich als starke optische Leitlinie durch den gesamten Park. Die Wildstaudenbänke stellen den Gesamtzusammenhang her und laden dazu ein, das Parkband in seiner gesamten Länge zu entdecken. Ihre Ausgestaltung ist die Synthese von Kultur und Natur: Geometrische, als Gabionenmauer ausgebildete Einfassungen nehmen eine naturnahe und üppige Bepflanzung auf, die sich den Vorbeigehenden entgegen neigt.

    Das Westufer als Element landschaftlicher Prägung nimmt einen großen Teil der Ausgleichsflächen auf: Wildblumenwiesen schaffen vielfältigen Lebensraum, illustrieren den jahreszeitlichen Wandel der Vegetation und stehen in abwechslungsreichem Kontrast zu den gemähten Rasenflächen der offenen Mitte. Ein Netz aus schmalen Fußwegen lädt dazu ein, einzutauchen in ein Wechselspiel aus Licht und Schatten, Farben und Strukturen. Dieser naturnahe Bereich geht fließend über in eine artifizielle Waldrandsituation.

    Der Hauptweg im Übergang zur offenen Mitte eröffnet in seinem polygonalen Verlauf abwechslungsreiche Blicke auf die gegenüber liegende Seite. Dort bilden städtische Balkone den Abschluss der Wohnquartiere. Sie liegen ca. einen halben Meter über den Rasenflächen und sind als deutliche Raumkanten ausformuliert. Leichte Vor- und Rücksprünge markieren die einzelnen Quartiere. Der lineare Verlauf, der an die städtischen Balkone angrenzenden Promenade, wird durch Querverbindungen in West-Ost-Richtung unterbrochen. An diesen Stellen befinden sich Quartiersplätze mit hoher Aufenthaltsqualität. Je nach Wertigkeit und Charakter der Querverbindungen sind diese gesäumt von einfachen und doppelten Baumreihen oder lockeren Baumgruppen in den Spielstraßen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.