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  • DE Straubing
  • 11/2005
  • Ergebnis
  • (ID 2-3132)

Wohnbebauung Sedanstraße


  • 3. Preis

    Lageplan

    Landschafts- / Umweltplaner
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl. Ing. Stephan Lenzen

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HAYNER SALGERT ARCHITEKTEN, Düsseldorf (DE)

    Erläuterungstext
    Konzept

    Das einfache städtebauliche Grundgerüst ermöglicht ein hohes Maß an kompakter,
    verdichteter, flexibel realisierbarer und somit ressourcenschonender Bauweise.
    Dies unterstreicht den besonderen Charakter des von hoher Freiraumqualität
    geprägten Wohnraumumfeldes nachhaltig.

    Ausgehend von der durchgängigen Nord-Süd-Ausrichtung werden unterschiedliche
    Grundrisstypologien mit grundsätzlichen Gemeinsamkeiten hinsichtlich der
    Freiraumorientierung und Erschließung vorgeschlagen.

    Der zentrale angeordnete Anger mit dem Quartiershaus bildet die lebendige
    freiräumliche Mitte. Im Zusammenspiel mit den differenzierten privaten
    Freiräumen entstehen qualitativ hochwertige Außenräume.

    Städtebau

    Ein einfaches Wegenetz – bestehend aus Quartierswegen in Nord-Süd-Richtung
    und Wohnwegen in Ost-West-Richtung – sorgt für die fußläufige Erschließung
    des neuen Quartiers.

    Der Schwerpunkt des Geschosswohnungsbaus ist im nördlichen Teil des Grundstücks
    vorgesehen. Die im obersten Geschoss zurück gestaffelten Baukörper sind sowohl
    drei- als auch viergeschossig.

    Die Stadthäuser ordnen sich auf kleinflächigen Parzellen in drei nebeneinander
    liegenden Spangen an. Die Gebäudegeometrie ermöglicht ein offenes Wohnen mit
    südlicher Ausrichtung. Die großzügigen Dachterrassen - optionale Erweiterung
    des zweigeschossigen Grundtypus - kompensieren die reduzierte Grundfläche
    der Parzellen und ermöglichen besonders qualitätvolle private Freiflächen.

    Freiräume

    Die Außenraumgestaltung entwickelt sich sinnfällig aus der Gesamtstruktur. Zwei
    öffentliche Plätze – der zentrale Anger und das Spielen unter Baumbestand im
    Süden - bilden die Schwerpunkte. Den einzelnen Stadthäusern sind Freiflächen unterschiedlicher Ausformulierung zugeordnet. Halböffentliche Zonen im Erschließungsbereich und durch Heckenbewuchs eingefriedete Privatgärten, die den Aufenthaltsräumen zugeordnet sind.

    Gebäude

    Die einfache Kubatur und geometrische Struktur der einzelnen Gebäudetypen ermöglicht
    optimierte und flexible Grundrisse für die unterschiedlichen Anforderungen.

    Der Geschosswohnungsbau wird größtenteils über Laubengänge erschlossen. Die Zonierung der unterschiedlichen Wohntypen wird von einer durchlaufenden Grundstruktur geprägt. Anordnung und Ausrichtung der Wohn- und Aufenthaltsräume zum Quartiers - Innenbereich.

    Das Stadthaus als klar definierter Nord-Süd-Typ weist eine geringere Gebäudetiefe auf und ist hinsichtlich einer energetischen Ausrichtung klar gegliedert. Dienende Nutzungen sind im nördlichen schmalen Bereich vorgesehen. Unterschiedliche Raumkon-
    figurationen zum Wohnen und Arbeiten lassen sich in der flexiblen nach Süden orientierten Zone einfach realisieren.

    Energiekonzept

    Für die Gebäude müssen die Anforderungen gemäß ENEV eingehalten werden. Langfristig gesehen sollte aber eine Unterschreitung dieser Anforderungen um ca. 20-30 % erreicht werden. Aufgrund der primärenergetischen Ausrichtung der ENEV-Richtlinie werden neben dem Dämmstandard des Gebäudes auch die technischen Anlagen der Energie- bzw. Wärmeerzeugung bewertet. Dies bedeutet, dass zum einen der Energiebedarf der Gebäude minimiert und/oder zum anderen die Energieerzeugung hocheffizient bzw. teilweise regenerativ erbracht werden kann.

    Maßnahmen zur Minimierung des Primärenergiebedarfs sind:

    Optimierter Dämmstandard.
    Heat-Mirror bzw. 3-fach Verglasung.
    Nutzung solarer Gewinne und Versorgung mit Tageslicht durch
    Vermeidung gegenseitiger Verschattung.
    Natürliche kontrollierte Lüftung.
    Optimierte Tageslichtversorgung.

    Diese Maßnahmen führen synergetisch zu einem hohen thermischen Komfort bei gleichzeitig geringem Energiebedarf der Gebäude.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.