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  • DE-85276 Pfaffenhofen an der Ilm
  • 07/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-98672)

Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen a. d. Ilm 2017“


  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    5.540 EUR

    Erläuterungstext
    Ilm-Episoden

    Die östlich der Altstadt nach Norden fließende Ilm verbindet die Innenstadt mit den sanft geschwungenen Hügelzügen der benachbarten Landkreise Neuenburg-Schrobenhausen, Eichstätt und Kehlheim. Auf ihrem Weg umschließt, durchfließt und begleitet sie verschieden geprägte stadträumliche Episoden, die typologisch als Garten, Park und Platz deutlich herausgearbeitet werden und über die Ilm-Passage miteinander verbunden sind.

    Ilm -Garten
    Die der Maßstäblichkeit des Marktplatzes entsprechende, teilweise überbaute Ilm-Insel ist als solche im Stadtraum kaum erfahrbar, der Wasserbezug durch eingeschränkte Sicht- und Wegebeziehungen nicht spürbar. Sie war einst Standort zur Holzimprägnierung. Unser Gestaltungsvorschlag führt Typologie (Insel), Lage (Innenstadt) und Geschichte (Holzimprägnierung) in einem Stadtgarten zusammen. Die Wahrnehmbarkeit der Insellage wird dabei durch einen die Stützmauern begleitenden, umlaufenden Weg gestärkt, von dem aus über ein neues Brückenbauwerk sowohl die Schulstraße und weiterführend der Marktplatz, als auch das Quartier hinter dem Schwarzbach angebunden werden. Durch zurücksetzen eines Teilabschnitts der westlichen Stützmauer wird ein großzügiger Zugang zur Ilm geschaffen. Die vom umlaufenden Weg umschlossene Fläche wird als Gartenintarsie ausgebildet, die in Ihrer Ausprägung von der historisch überlieferten Nutzung als Standort der Holzimprägnierung inspiriert ist. Die Bepflanzung erfolgt unter Verwendung verschiedener Hortensien, Buchs- und, Taxussorten, ergänzt durch pflegeextensive Stauden, die zusammen einen spannungsvollen, atmosphärisch-repräsentativen Freiraum schaffen, der Rindenstrukturen der Holzbearbeitung adaptiert und gestalterisch interpretiert.

    Ilm -Park
    Die Verlängerung des Gehölzbandes der Joseph-Frauenhofer-Straße nach Westen in die Weiherer Straße, formuliert den äußeren Rahmen des Ilm-Parks. Die den Ilm-Park umschließende, hainartige Baumstruktur ist als Sicht- und Schallschutz zur umgebenden Bebauung konzipiert. Sie dient darüber hinaus als Rückzugsort für heiße Sommertage. Zwei beidseitig der Ilm positionierte, von einzelnen Solitärbäumen akzentuierte Rasenfelder, betonen die Ilm und Arlmühle als atmosphärisches Element des Stadtparks. Der Umgehungsbach ist östlich der Ilm vorgesehen. An der Gabelung von Ilm und Flutgraben ist an der Südspitze des Parks ein kleiner Platz mit direkter Zugangsmöglichkeit und Sitzmöglichkeiten (Sitzstufen) zum Wasser konzipiert. Neben seiner Gelenkfunktion bildet er einen attraktiven Aufenthalts- und Kommunikationsort der zum Relaxen und Boule- spielen einlädt.
    Der städtebauliche Entwurf sieht die gewünschte Überbauung östlich des Flutgrabens auf der ehemaligen Fläche des Wertstoffhofes vor. Die Anbindung erfolgt konfliktfrei über die Joseph-Fraunhofer- und Joseph-Maria-Lutz-Straße.

    Ilm -Platz
    Der Volkfestplatz bleibt in seiner Funktion und Lage erhalten, erhält jedoch eine räumliche Gehölz- Fassung, die den Platz als weitere Episode zur Ilm hin ausrichtet. Ein kleiner Baumhain akzentuiert das Werkstattgebäude des Luftsportvereins.

    Ilm -Biotpe
    Die Übergangsbereiche zwischen Sportpark und den renaturierten Ilm-Biotopen wird, um übermäßigen Nutzungsdruck zu verhindern, über begleitende Gehölzbänder vermittelt. Sie fassen eine weitere Episode, bevor die Ilm den Stadtraum Pfaffenhofens verlässt. Während der Gartenschau wird vorgeschlagen, die Flächen ggf. von Blütenspuren aus Sumpf- und Wasserpflanzen zu akzentuieren.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 19.07.2012, 18:29
Zuletzt aktualisiert 20.07.2012, 15:38
Beitrags-ID 4-56737
Seitenaufrufe 444