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  • 1. Preis


    Architekten
    Dierks Blume Nasedy Architekten BDA, Darmstadt (DE), Frankfurt am Main (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeiter: Jörg Magar, M. Stoppe Brandt, Katja Kleinert, Harriet Saacke, Modellbau: Thomas Nadler

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: stadt landschaft plus Landschaftsarchitekten GmbH, Karlsruhe (DE)

    Erläuterungstext


    Das größte Defizit der heutigen Situation wird im viel zu kleinen Vorfeld der Sportanlage gesehen. Die Fläche ist für Kartenverkauf und die großen Besucherzahlen unterdimensioniert.
    Aus diesem Grund wird der südliche Wall vollständig abgetragen, die gewonnenen Erdmassen im Bereich des nördlichen Walls und unter dem östlichen neuen Stadiondach verwendet.
    Von diesem vergrößerten Vorfeld werden alle wesentlichen Zugänge erreicht:
    Links die Westtribüne
    Mitte die Südtribüne
    Rechts über eine großzügige Freitreppe die Osttribüne
    Wie vom Auslober angeregt wird der Sportplatz um 4,00 m nach Westen verschoben.
    Die wesentlichen Entwurfselemente bestehen aus einer filigranen, langen Osttribüne und einem winkelförmigen Ergänzungsgebäude südlich der Haupttribüne.
    Die neue Stadionüberdachung auf der Ostseite wird bewusst mit 11 Sitzreihen schmal gehalten. Der Vorteil ist eine preiswerte Überdachung (geringe Auskragung) und Unabhängigkeit von den späteren Bauarbeiten im Zuge der Autobahnverbreiterung.
    Außerdem enthält die neue Überdachung keinerlei weitere Funktionsräume, diese werden als Ergänzung der bestehenden Haupttribüne vorgeschlagen. So werden die obersten Tribünenreihen der Haupttribüne zu Logen umgebaut, die bestehenden Treppenhäuser erweitert und ein Aufzug neu angebaut. Dieser Aufzug verbindet die bestehende VIP-Lounge im Erdgeschoß mit den Logen im obersten Stockwerk. Für die Anordnung der Logen in der Haupttribüne spricht die Himmelsrichtung: ohne Blendung kann das Spielgeschehen verfolgt werden.

    Die vorhandene gastronomische Kapazität der Bewirtung wird durch die Zusammenlegung von VIP-Lounge und Logen gestärkt und eine doppelte Ausführung vermieden.
    Die zusätzlich erforderlichen Umkleiden und der Kraftsportraum werden südlich der Haupttribüne angebaut und winkelförmig nach Osten verlängert. Dadurch können die vorhanden Medienanschlüsse wie Wasser, Abwasser und Heizung wirtschaftlich genutzt werden. Lediglich für die Be- und Entlüftung werden eigene Anlagen vorgesehen. Die Dachfläche der Ergänzungsbauten wird als Tribüne genutzt.
    Nach Süden bietet das Ergänzungsgebäude die Möglichkeit durch Kioske das Vorfeld zu bedienen. Dieses ist unter Erhalt der vorhandenen Bäume mit weiteren Bäumen ergänzt und bietet einen hohen Aufenthaltswert.
    Die behindertenfreundliche Zugänglichkeit ist auf der Haupttribüne durch den angebauten Aufzug, ansonsten durch entsprechende topographische Gestaltung der Landschaft gegeben: Osttribüne von Nord-Westen, Südtribüne ebenerdig.
    Der nördliche Erdwall wird landschaftlich eingebunden und mit den gewonnenen Erdmassen des entfallenden südlichen Walls ergänzt.
    Als Tribünenstufen werden handelsübliche Stahlbetonfertigteile vorgeschlagen, im Tribünenbereich um Kunststoffsitzschalen ergänzt. Ingesamt werden 4.350 Sitzplätze und 6.000 Stehplätze nachgewiesen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.