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  • DE-99947 Bad Langensalza
  • 07/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-97970)

Umgestaltung und Neuordnung Bereich Jahnplatz / An der Alten Post


  • 1. Preis

    © HEINISCH Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    HEINISCH Landschaftsarchitekten, Weimar (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Thomas Heinisch

    Mitarbeit
    Daniel Rosenbaum, Florian Selle

    In Zusammenarbeit mit:
    Verkehrsplaner: Planungsbüro Grobe PBG Ingenieurgesellschaft mbH, Erfurt (DE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf weist gestalterisch und funktional hohe Qualitätsmerkmale auf. Die Anordnung des Kreisverkehrs am Platz An der Alten Post ist funktionsfähig. Der Platz zwischen dem Kultur- und Kongresszentrum und dem ehemaligen Landratsamt wird aufgeweitet und wirkt mit seiner Pflasterung in einheitlichem Material als große und homogene Stadtplatzfläche. Eine Vorfahrtssituation ist angedeutet, auf weitere Gliederungs- und Gestaltelemente wurde jedoch (leider) verzichtet. Der schmale Grünstreifen vor dem Kultur- und Kongresszentrum entspricht in seiner Relation nicht der Größe und Bedeutung des Gebäudes und kann in dieser Form nicht überzeugen. Bei einer weiteren Durcharbeitung ist die Anordnung von Grünelementen auf dem Platz zu überprüfen, ebenso sind die Abgrenzungen insbesondere im Eingangsbereich des Kultur- und Kongresszentrums sowie am Ostrand des Stadtumlandgartens anzupassen.
    Die Verkehrsbeziehungen sowohl am Jahnplatz als auch in der Jahnstraße sind nachvollziehbar gut gelöst, wobei entgegen der Vorgaben die Durchgängigkeit der Jahnstraße nicht berücksichtigt wurde. Besondere Beachtung findet die Gestaltung auf der Südseite des Kultur- und Kongresszentrums, die eine konsequente Verbindung von Biergarten und Grünzug entlang der Stadtmauer ermöglicht. So entsteht eine sehr gute Aufenthaltsqualität sowohl im Park an der Stadtmauer als auch für die Nutzung des Biergartens. Zudem zeigt der Planentwurf eine klare Strukturierung der Freiflächen des Jahnplatzes durch Pflasterbänder, die im Detail jedoch weiterentwickelt werden müssen.
    Der Stadtumlandgarten wurde in seiner Größe eingeschränkt. Die den Entwurf prägenden Pflasterbänder wurden auch hier in angemessener Form als Gestaltmerkmal integriert. Die PKW-Stellplätze südlich der Jahnstraße werden prinzipiell begrüßt, wobei die Anordnung zu überdenken ist und die Anzahl aus funktionellen Erwägungen erweitert werden sollte.
    Die Platzierung und Integration der Busparkplätze in den räumlichen Zusammenhang des Jahnplatzes ist überzeugend gelöst. Die Höhensituation im Park entlang der Stadtmauer wurde bezogen auf eine behindertengerechte Wegesituation im Detail nicht ausgearbeitet.
    Der Entwurf beinhaltet innerhalb eines Gesamtkonzepts qualitätvolle Entwurfsansätze für einzelne Teilbereiche und bildet damit eine sehr gute Basis für die einzelnen Realisierungsschritte.