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  • DE-89312 Günzburg
  • 07/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-102026)

Neubau Amtsgericht


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Schedlbauer

    Mitarbeit
    Markus Rötzer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Lehmann Architekten GmbH, Offenburg (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    23.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf gliedert sich in zwei Baukörper und fügt sich durch seine Baukörperstaffelung
    hervorragend in topographisch anspruchsvolle Situation ein.
    Die Komposition des Baukörpers wird gebildet durch ein dreigeschossiges Eingangs-gebäude mit den Funktionen der Sitzungssäle und ein lang gestreckter 3 geschossiger Baukörper entlang der Günzaue. Überprüft werden müssen die Abstandsflächen an der Schöbelstrasse. Die niedrige Bebauung entlang der Günzaue und Gliederung der Fassade durch den Innenhofeinschnitt wird begrüßt. Es entsteht eine angenehm proportionierte Fassade entlang des Grünzuges. positiv ist, dass die Einfahrt zur Tiefgarage gleich an der Schöbelstrasse erfolgt und dadurch keine Verkehrsbelastungen den Grünraum belasten. Begrüßt wird die Eingangssituation an der Ichenhauser
    Strasse. Sie ist offen, transparent und stellt den Bezug der historischen Altstadt her. Der vorgelagerte Platz ist in seiner Gestaltung und Größe der Bedeutung des Gebäudes angemessen gestaltet. Die Besucherparkplätze werden gleich über die Ichenhauser Strasse erschlossen, dadurch entsteht kein unnötiger Verkehrsfluss im Wohnquartier und die Trennung von Besucherparkplätze und interner Parkplätze wird begrüßt. Die Trennung der Eingänge in Besucher- und Bediensteteneingang ist räumlich sehr gut gelöst. Die Sicherheitsaspekte sind berücksichtigt und die anschließenden
    Erschließungen in dem Sitzungsbereich und in der Verwaltung sind logisch und angemessen angeordnet.
    Die Barrierefreiheit ist in allen Bereichen gewährleistet. Aus Sicht der Praxis wurde die
    Zweigeschossigkeit der Sitzungssäle bemängelt.
    Insbesondere ist die Überwachung der Saalbereiche nur durch Videoübertragung möglich und die Wege zwischen Verwaltung und Sitzungssäle sind weitläufig.
    Dennoch ist die Anordnung der Räume gut strukturiert und räumlich anspruchsvoll gestaltet.
    Sehr gut strukturiert ist ebenfalls der Gebäudekörper der Verwaltung. Die Büros sind flexibel aufteilbar, sehr gut belichtet und durch den inneren Bereich auch genügend Platz für die Zusatzfunktionen vorgesehen.
    Die Gebäudedaten hinsichtlich energetischer und ökologischer Betrachtung liegen im mittleren Bereich. Der Standard des Passivhauses kann erreicht werden. Bemängelt wird, dass die Büroräume nur über öffnende Fenster belüftet werden können da hier durch viel zu hohe Energieverluste erfolgen. Ebenfalls sollte der große vorgesehene technische Aufwand für die Kühlung reduziert
    werden. Die Kompaktheit des Gebäudes liegt ebenfalls im mittleren Bereich.
    Sehr positiv wird die Materialwahl hinsichtlich der Nachhaltigkeit gesehen und der Bedeutung des Gebäudes angemessen.