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  • Anerkennung

    Ansicht Süd

    Architekten
    pbr Planungsbüro Rohling AG, Osnabrück (DE), Jena (DE), Berlin (DE), Frankfurt am Main (DE), Braunschweig (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Magdeburg (DE), Düsseldorf (DE), München (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Modellbauer: Architektur Modellbau Gestaltung Mark Blume, Braunschweig (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau
    Der geplante Neubau des Bettenhauses liegt im nördlichen Kernbereich des Klinikgeländes im unmittelbaren Umgriff der historischen Gebäude der ursprünglichen Bebauung. Er wird über das bestehende klinikinterne Straßennetz in die Gesamtanlage eingebunden. Der symmetrisch angelegte Baukörper nimmt die historische Mittelachse
    auf und setzt ihr mit dem Eingangsplatz einen Endpunkt. Die beiden U-förmigen nach
    Südwesten weisenden Bettenflügel bilden einen geschützten Eingangshof, der Patienten
    und Besucher empfängt und von Süden in das Gebäude führt. Die Liegendvorfahrt und die Anlieferung erfolgen getrennt von den allgemeinen Besucher- und Patientenströmen
    von Norden.

    Funktion
    Das dreigeschossige Gebäude wird über den großzügigen Vorplatz, der mit Sitzgelegenheiten auch zum Aufenthalt einlädt, betreten. Das Foyer, eine großzügige Empfangshalle, erstreckt sich über drei Ebenen. Von hier gelangt man zur zentralen Aufnahme und zum gemeinsamen Eingangsbereich der Doppelstationen. Hier sind die Information und der Pflegedienstbereich als erste Anlaufstelle zusammengefasst. Die offenen und geschlossenen Stationen schließen sich an zwei Seiten an, wodurch ein hohes Maß an Übersichtlichkeit und Orientierungsfreundlichkeit gewährleistet ist. Die Funktionsbereiche sind jeweils zwischen den Doppelstationen so angeordnet, dass kurze Wege eine optimale Pflegedienstleistung fördern. Die beiden Obergeschosse werden über
    einläufige Treppen und eine Aufzugsanlage barrierefrei erschlossen.
    Die Bettenbereiche der Stationen sind ringförmig um einen Therapiegarten als Innenhof angeordnet. Den Patienten wird hierdurch sowohl ein gesicherter Rundgang durch die Stationen, als auch ein geschützter Aufenthalt im Freien ermöglicht. Die Patienten- und Dienstzimmer sind dabei nach außen angeordnet, die Nebenräume und Tagesräume orientieren sich zum Innenhof.
    Die Stationen haben einheitliche Grundrisse und können damit flexibel auf variierende
    Anforderungen und Verschiebungen von Grenzen zwischen offenen und geschlossenen
    Abteilungen reagieren. Im Untergeschoss unter den Funktionsbereichen sind Räume für Lager, Umkleiden und die Gebäudetechnik vorgesehen.

    Konstruktion, Gestaltung
    Der Neubau wird als Massivbau aus Decken, tragenden Wänden und Stützen aus
    Stahlbeton vorgesehen. Als Referenz zum vorhandenen baulichen Kontext erhalten die Fassaden an den Außenseiten geschlossene Flächen und Brüstungsbänder mit einer hellen Putzbekleidung. Die fensterhohen Wandscheiben zwischen den Patientenzimmern werden mit Verblendern aus gelbem Ziegel belegt. Holzfenster und Sonnenschutzmarkisoletten aus hellem Tuch erzeugen eine wohnliche Anmutung, in der sich die Patienten wohlfühlen und die einen Beitrag zur Genesung darstellt.
    Die Innenhöfe sind dagegen weitgehend verglast und lassen über Teilverglasungen der
    Flurwände viel Tageslicht ins Innere des Hauses fallen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 08.08.2012, 16:43
Zuletzt aktualisiert 06.02.2013, 15:52
Beitrags-ID 4-57441
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