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  • Teilnahme

    Außenperspektive

    Architekten
    Rüthnick Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Elisabeth Rüthnick

    Erläuterungstext
    Wettbewerbsteam:
    Maren Kirmse, Evelyn Petry, Ljudmila Martens, Funda Yalcin


    Erläuterung des Entwurfs

    Städtebau
    Historisch gehörte das Wettbewerbsgebiet mit seinen ehemaligen Reitbahnen zum Ensemble des Kasernengeländes. Auf dem damaligen Exerzierplatz befindet sich heute die große Parkplatzanlage des Behördenzentrums. Die Freiflächen unterhalb der Hangkante liegen brach und sind ungenutzt. Mit der Fortführung des oberen Plateaus auf dem Gründach des Depotgebäudes wird diesem Gebiet ein Stück Freifläche zurückgegeben und in die Nutzung integriert – es entsteht ein neuer Ort mit großer Aufenthaltsqualität. Das historisch belegte Grundstück wird sichtbar und zugänglich, der Charakter des ehemaligen funktionalen Zusammenhanges des Kasernengeländes
    wird aufgenommen.

    Freianlagen
    Das intensiv begrünte Dach des Depotgebäudes verbindet sich durch seine schräg angelegten Wege mit der Remise, der Landesbibliothek und dem Parkplatz. Der Personalzugang ist an der Nordwestseite des Gebäudes angelegt. Vom Werkstattgebäude aus führt ein Weg entlang des Gründaches direkt bis zur Remise. Vor dem Depotgebäude wird auf dem mittleren Plateau eine Mulde für die Regenwasserversickerung angelegt. Für die Mitarbeiter werden an der Nordostseite
    des neuen Baukörpers Fahrradstellplätze integriert.

    Baukörper
    Der neue Baukörper gliedert sich in einen 2-geschossigen, 97 m langen 67 m breiten Depotbereich, dessen Oberkante die Höhe des vorhandenen oberen Plateaus aufnimmt und intensiv begrünt wird, und in einen 4-geschossigen Kopfbau, der die Werkstätten, die Anlieferung und ein Teildepot beherbergt und mit seinen zwei oberen Geschossen an der Hangkante steht. Damit ist vom oberen Plateau aus ein Baukörper mit einer Länge von 68 m sichtbar.

    Äußere Erschließung
    Für die Anlieferung des Depotgebäudes stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen eine Anbindung über die Ludwigsluster Chaussee und zum anderen über die Johannes-Stelling-Straße. Hierfür wird die bestehende Straße auf dem oberen Plateau an zwei Stellen geringfügig vergrößert.
    Im Bereich der Landesbibliothek wird die Straße über die Hangkante mit einer Steigung von 7% auf das mittlere Plateau geführt. Es ist eine Böschung im Verhältnis 1:1,5
    geplant. Zwei entfallene Stellplätze werden direkt vor dem Werkstattgebäude auf dem oberen Plateau neu errichtet.
    Planungsgrundlage für die Verkehrsführung war die Berücksichtigung der Schleppkurven von Lastzügen. Hierzu hat eine Abstimmung mit einem Verkehrsplaner statt gefunden.

    Innere Erschließung
    Die Funktionseinheiten Werkstatt / Anlieferung / Depot wurden klar und übersichtlich voneinander getrennt: Die Anlieferung erfolgt auf der Erdgeschossebene, es gibt einen
    gemeinsamen Schleusenbereich für SMS / LAKD. Daran anschließend sind auf gleicher Ebene alle für die Anlieferung relevanten Räume gemäß Raumprogramm organisiert, wie z. B. Verpackung, Ausstellungsbedarf, Lager.
    Die Werkstattbereiche sind in den zwei darüber liegenden Geschossen über Lastenaufzüge für Transporte sowie über eine Hebebühne für Großobjekte angebunden. Die Depots schließen im Erdgeschoß unmittelbar an den Bereich Anlieferung an. Eine zweite Depotebene ist im Untergeschoss organisiert. Die Anordnung der Funktionsbereiche erfolgt entsprechend der Aufteilung im Erdgeschoss. Für eine übersichtliche Struktur sorgt die 3,80 m breite Hauptachse, von der aus alle Depotbereiche erschlossen werden.
    Die Anordnung der Depotbereiche erfolgte unter folgender Prämisse: Kürzeste Wege für Schwerlasten, Entwicklung kompakter Cluster für die Realisierung der einzelnen Funktionsbereiche in Bauabschnitten sowie deren direkte Erweiterungsmöglichkeit
    ohne Einschränkung des laufenden Betriebes.
    Die Werkstätten sind kompakt auf zwei Ebenen um ein offenes Atrium organisiert. Ziel war eine hohe Tageslichtausnutzung, die Schaffung einer besonderen Aufenthaltsqualität
    und eine Organisation der Räume, die reibungslose interne Abläufe durch räumliche Nähe unterstützt. Die Gestaltung des Außenraumes erstreckt sich in den ca. 300 m² großen Lichthof. So sind die Mitarbeiter zum einen mit der inneren Grünfläche, zum anderen durch große Fensterflächen in den Atelier- und Werkstatträumen mit der Umgebung verbunden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 17.09.2012, 12:32
Zuletzt aktualisiert 02.12.2013, 14:54
Beitrags-ID 4-58757
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