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  • DE-90403 Nürnberg
  • 10/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-106941)

Generalsanierung der IHK Nürnberg für Mittelfranken


  • 4. Preis


    Architekten
    SAA SCHWEGER ARCHITEKTEN, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Jens-Peter Frahm , Mark Schüler , Prof. Peter P. Schweger

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Die IHK Nürnberg für Mittelfranken, bestehend aus mehreren ablesbaren Einzelgebäuden, bildet nach Aussen eine geschlossene Gebäudegruppe um einen Innenhof.
    Der Einblick vom Stadtraum her soll erhalten bleiben, um die Struktur der Einzelhäuser auch von hier ablesbar zu machen.

    Die IHK hat in der Altstadt eine hervorragende Verortung, es wird jedoch vorgeschlagen, den sanierten und ergänzten Bestand zukünftig vom Hauptmarkt zu erschliessen.
    Die architektonische Erscheinung der Häuser bleibt auch nach der Revitalisierung und Ergänzung differenziert, aber durch den strukturellen Duktus der neuen Häuser eine ablesbare Einheit.

    Die Gebäudeteile A und C werden den Nutzungsanforderungen und dem Denkmalschutz entsprechend umorganisiert und revitalsiert. Die Gebäudeteile B und D werden nach Abwägung der Nutzung und der wirtschaftlichen Aspekte neu erstellt. Dadurch können die Nutzungsbereiche als auch die Verkehrsführung und die Erschliessung optimiert werden.

    Vom neuen Haupteingang sind die zentralen Sonderflächen im Erdgeschoss, erschlossen durch einen Kreuzgang, unmittelbar zu erreichen. Die Orientierung ist optimal und die weiteren Bereiche der Häuser können für Besucher geschlossen und kontrolliert werden.

    Die energetische Qualität der Neubauten ist durch die Bauweise gegeben, für den Bestand ist sie durch die Beteiligung von Energiecampus Nürnberg sichergestellt.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit der vorgeschlagenen Strategie, die ergänzenden Neubauten in Maßstab und Duktus aus dem Bestand zu lesen, wird die Gebäudegruppe der IHK als historisch gewachsene Anordnung von Einzelgebäuden um einen Innenhof bestätigt und gestärkt. Gleichzeitig argumentiert die neue Adresse mit großem Selbstverständnis aus ihrer Geschichte heraus und positioniert sich in ihrer baulichen Haltung souverän zurückhaltend.

    Aus dem umgebenden Stadtraum werden über die raumhohen Fassadenöffnungen der Neubauten des Erdgeschosses dabei Einblicke in die Funktionsabläufe des Hauses transportiert. Ebenso wir der wohlproportionierte Innenhof über alle Geschossebenen des Hauses hinweg prägender Bestandteil des Raumgefüges.

    Das Projekt überzeugt in seiner architektonischen Haltung durch präzise abgeleitete und auf wesentliche Elemente reduzierte Strukturen mit seiner grundsätzlichen Haltung der Bescheidung und Absicht einer gestalterisch „differenzierten Einheitlichkeit“ von der städtebaulichen Einordnung, über Grundriss- und Fassadentypologien bis zur Materialisierung.