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  • DE-45145 Essen
  • 10/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-101125)

Messe Essen Ertüchtigung


  • ein 3. Preis


    Architekten
    HASCHER JEHLE Architektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Kathleen Behrendt, Paul Girardet, Philipp Quack, Johannes Raible, David Schierz

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (DE)

    Preisgeld
    84.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen eine in sich schlüssige und prägnante Gesamtanlage für die
    Neubauten der Messe vor. Durch die Differenzierung des baulichen Volumens in die
    eigentliche Messehalle, das nach Osten zum Grugaplatz und zur Grugahalle vorgelagerte Congresscenter und die die Messehalle dreiseitig flankierende „Neue Galeria“ gelingt dessen Integration in das freiräumliche und bauliche Umfeld. Das Congresscenter und die „Neue Galeria“ relativieren die Höhe der Messehalle sowohl zur Grugahalle und zum Grugapark als auch zur Norbertstraße und verleihen der Messe zu diesen Seiten ein zeitgemäßes und offenes Erscheinungsbild. Insbesondere die verglaste „Neue Galeria“ entlang der Nordseite der neuen Halle öffnet sich zum Grugapark und lässt den Besucher an der besonderen Qualität des Standortes teilhaben.
    Die Fortführung der vorgeschlagenen südlichen „Neue Galeria“ bis zur bestehenden „Galeria“ ermöglicht eine architektonisch und funktional gelungene Einbindung der Messebereiche im Süden in das Gesamtkonzept.
    Der zum Grugaplatz auf ganzer Grundstücksbreite weit auskragende Baukörper des
    Congresscenters öffnet sich mit einladender Geste und adressiert Messe- und
    Kongresszentrum auf prägnante Weise. Kritisch wird allerdings die formale Ausbildung des Kopfbaus gesehen, der in seiner Geometrie eine zu offensichtliche Nähe zur Architektur der Grugahalle sucht.
    Die verschiedenen Funktionsbereiche sind schlüssig angeordnet und organisiert. Der neue Foyer-Bereich lässt einen unabhängigen Parallelbetrieb von Messe- und
    Kongressveranstaltungen problemlos zu. Das Messefoyer müsste hinsichtlich der Aufnahme und der Entflechtung der Besucherströme in seinem Zuschnitt jedoch weiter optimiert werden. Eine stärkere räumliche Öffnung aus dem Foyer in die beiden Erschließungsgalerien wäre dabei anzustreben.
    Die zentrale Situierung der Messelounge und der Servicespange auf den beiden
    Galerieebenen entlang der Südseite der neuen Messehalle und somit im Zentrum der
    Gesamtmesse wird begrüßt.
    Eine wesentliche Stärke der Arbeit liegt in der Organisation der Verkehre und der
    Messelogistik. Ein großer Logistikhof auf ganzer Länge der neuen Messehalle nördlich der bestehenden „Galeria“ bietet ausreichende Rangier- und Abstellflächen. Er ist sowohl von Westen als auch von Osten gut anfahrbar. Aus dem Hof können alle Hallensegmente
    konfliktfrei und flexibel ver- und entsorgt werden. Ebenfalls positiv wird die Möglichkeit der
    kompletten Umfahrung der Halle über die „Neue Galeria“ bewertet.
    In einer Tiefgarage entlang der Nordseite des Areals werden auch die geforderten Stellplätze für „Kur vor Ort“ auf Niveau des Grugaparks schlüssig und benutzerfreundlich angeordnet. Die Vorschläge für die Dachkonstruktion und Technik fügen sich in das insgesamt durch seine Pragmatik gekennzeichnete Projekt aus. Die ausgewiesenen Kosten liegen im Vergleich der Teilnehmerangaben aller Arbeiten im obersten Bereich.
    Insgesamt bietet die Arbeit in ihrer klaren baulichen Konfiguration und insbesondere ihrer
    sehr guten funktionalen Organisation eine überzeugende Antwort auf die Komplexität der
    Bauaufgabe.