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  • Anerkennung

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    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: architekten prof. klaus sill, Hamburg (DE)
    TGA-Fachplaner: KLIMAhaus Klima- und Gebäudetechnik GmbH, Quickborn-Heide (DE)
    Tragwerksplaner: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG, Berlin (DE), Braunschweig (DE), Dortmund (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Hamburg (DE), Leipzig (DE), Magdeburg (DE), München (DE), Stuttgart (DE), Moskau (RU), Teheran (IR)
    Brandschutzplaner: Ingenieurbüro T. Wackermann GbR, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Projekt setzt auf die Strategie des einen großen Objektes um die städtebauliche Situation zu klären.
    Um dieses Objekt entsprechend freispielen zu können sind eine Reihe von Maßnahmen nötig.
    Insbesondere die umfangreichen Geländebewegungen mit ihren daraus resultierenden Rampenanlagen relativieren die große Geste des Eingriffes etwas.
    Auch kommt das Gebäude den gegenüberliegenden Komplexen der Hochschule sehr nahe. Das Bemühen um eine logische Entwicklung der unterschiedlichen Fassadentypen wird ausdrücklich anerkannt.
    Dennoch wirkt die gut dargestellte Konstruktion sehr aufwändig und die Anklänge an expressionistische Vorbilder in diesem Kontext etwas überzogen. Die Erschließung und auch die Ordnung der Bibliothek ist logisch und wird der Aufgabe entsprechend positiv bewertet.
    Der 2. Bauabschnitt, die Erweiterung um das Rechenzentrum, bedarf sehr großer baulicher Eingriffe. Die Entfernung von ca. 25 % der ohnehin aufwendigen Fassade kann nicht besonders wirtschaftlich sein. Die Kennwerte spiegeln dies nur bedingt wider, sind aber auch aufgrund des kompakten Volumens in einem guten Bereich.

    Die Räumlichkeiten des RZ verteilen sich über 4 Stockwerke was die Arbeit nicht erleichtert, im Hinblick auf die Anbindung zur Bibliothek aber positiv ist. Nach Fertigstellung des 2. Bauabschnitts könnte durch Tausch von Bürofläche der interne Bereich des RZ aber evtl. auch auf einem Stockwerk zusammengeführt
    werden.
    Das Gebäude zeigt, wie mit einer Großform die Komplexität der Anforderungen erfüllt werden kann,zeigt aber auch wo die Grenzen eben dieser großen Eingriffe liegen.

    Die stark flächige Begrünung im Campus schränkt die Nutzung ein. Die Campusbank wird als führendes Element und als übergeordnetes Thema für Aufenthalt positiv bewertet. Das angebotene Wasserspiel ist überflüssig.

    Mit dem im Osten angebotenen Sitzforum wird der Freibereich der Mensateria deutlich aufgewertet und ein angemessener Zugang nach Süden hergestellt.
    Die südlich vorgelagerten Sitzterrassen sind logisch aus dem Gesamtkontext abgeleitet und stellen einen angemessenen Übergang zum Talraum her.

    Der Entwurf ist überzeugend kompakt gestaltet und kommt einer energieeffizienten Bauweise entgegen.
    Der Glasflächenanteil ist im Süden, Osten und Westen schlüssig, im Norden jedoch für einen guten Wärmeschutz deutlich zu hoch gewählt.
    Der gewählte aussenliegende Sonnenschutz ist hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes konsequent.
    Die geschweißten Hohlprofilrahmen aus Stahl lassen in Kombination mit den verkippten Elementen einen sehr hohen Aufwand für einen guten Wärmeschutz erahnen.
    Die Möglichkeit der natürlichen Lüftung ist positiv zu sehen. Die beschriebene technische Umsetzung für Heizen und Kühlen gewährleistet ein ausgeglichenes Raumklima.


INFO-BOX

Angelegt am 06.11.2012, 17:22
Zuletzt aktualisiert 23.10.2014, 14:11
Beitrags-ID 4-60236
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