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  • DE-70197 Stuttgart
  • 10/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-102003)

Neubau des Kath. Gemeindehauses der Kirchengemeinde St. Elisabeth


  • 1. Preis

    Ansicht West

    Architekten
    Glück+Partner GmbH Freie Architekten BDA, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Städtebauliche Konzeption

    Mit dem Neubau für das katholische Gemeindehaus wird die gründerzeitliche Häuserzeile an der Schwabstraße komplettiert. Das Gebäude nimmt die Traufhöhe, die Dachform und die Tiefe der benachbarten Vorderhäuser auf. Es ist so platziert, dass auf der Nordseite ein für den Stuttgarter Westen typischer, schmaler Bauwich verbleibt. Nach Süden, zum Gebäude Schwabstraße 70, entsteht eine breitere Fläche als Vorplatz für das Gemeindehaus und eine angemessene Öffnung ins Blockinnere mit dem Zugang zum Kinderhaus. Der wertvolle Baumbestand mit Platanen und Linden bleibt in großen Teilen erhalten und prägt den Charakter des Innenhofs. Die Außenanlagen sind so konzipiert, dass die Flächen parallel oder wechselseitig sowohl als Freibereich für den Kindergarten als auch für feste in Veranstaltungen der Kirchengemeinde genutzt werden können.


    Baukörper, Funktion und Materialkonzept

    Der Neubau übernimmt die Gliederungsprinzipien der Gründerzeithäuser. Der Material- und Farbkanon zeigt Affinitäten zur Kirche St. Elisabeth am Bismarckplatz und sorgt so für eine wiedererkennbare kirchliche Identität. Dominierendes Fassadenmaterial ist ein braunroter Klinker. Das Eingangsgeschoss ist als Sockelgeschoss farblich kontrastierend in Weißbeton konzipiert. Großzügige Verglasungen zur Schwabstraße und zum Innenhof wirken offen und einladend.

    Durch die einspringende Südwestecke entsteht ein geschützter, überdachter Vorbereich vor den beiden Eingängen. Die Gemeinderäume sind auf zwei Ebenen angeordnet: im Erdgeschoss der Gemeindesaal, im 1. Obergeschoss die Jugend- und Gruppenräume. Beide Bereiche sind unabhängig voneinander nutzbar und separat zugänglich, aber über eine offene Treppe miteinander verbunden. Der teilbare Saal kann über eine weitere mobile Trennwand um die Foyerfläche erweitert werden. Großflächige Glas-Schiebeelemente sorgen für eine offene Verbindung zum Freibereich.

    In den weiteren Obergeschossen können je nach Bedarf ergänzende Nutzungen untergebracht werden. Dargestellt sind Büros, darüber Praxen und hochwertige Maisonette-Wohnungen mit Loggien und Dachterrassen. Gestalterisches Ziel ist eine ruhige Dachfläche ohne Gauben und Dachflächenfenster. Als Dachhaut ist ein Trapezblech aus patiniertem Kupfer vorgesehen. Auf den beiden Längsseiten ist das Blech perforiert und damit transluzent, auf der Hofseite sind zusätzlich große Öffnungen eingeschnitten.

    In der Tiefgarage im 1. Untergeschoss sind 31 Stellplätze geplant. Durch die flächensparende Erschließung mit einer einspurigen Rampe und durch den Zuschnitt der Garage wird der Erhalt der wertvollen Bäume im Hof möglich. Abstell- und Technikräume sind in einem 2. Untergeschoss angeordnet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.