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  • DE-85748 Garching
  • 11/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-106943)

Kommunikationszone


  • 3. Preis


    Architekten
    dv architekten deffner voitländer, Dachau (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Dorothea Voitländer , Prof. Konrad Deffner

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner: Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen (DE), Memmingen (DE)

    Erläuterungstext
    feldstruktur
    der gesamte landschaftsraum zwischen den derzeitigen siedlungskernen wird betrachtet bzw. gestaltet. gliedernde hecken und feldgehölze, teilweise bereits bestehend, strukturieren die felder. in offenen bauabschnitten können sich die landwirtschaftlichen felder zu siedlungsfeldern entwickeln. das grüngerüst bleibt dabei bestehen. übergänge bilden teilweise die hecken ergänzende obstwiesen. die baufelder werden innerhalb des öffentlichen und privaten raums gut durchgrünt, regenwasser soweit möglich direkt über rasenfelder versickert.

    grünzug
    am nordrand von heimstätten entsteht ein öffentlicher grünzug, in den bolzplätze, spielbereiche und treffpunte eingelagert sind. er wächst in größe und intensität parallel zur entwicklung.

    square
    ein grüner square bildet die mitte zwischen den beiden gemeinden kirchheim und heimstetten. hier sind zentral die öffentlichen und sozialen einrichtungen unter einem lockeren baumhain versammelt.

    baukörper und zwischenräume
    die einzelnen quartiere sind als ansammlung von hausclustern organisiert, das führt zu einem unregelmäßigen gewebe von bebauung und freiräumen mit hohem identifikationgrad. statt konventioneller straßenzüge entsteht eine abfolge von kommunikativen platzräumen, die als hoch differenzierte zwischenräume die bebauung umspülen. deswegen muss es anstelle von straßen- hauscluster namen geben.

    shared space
    die räume zwischen den gebäuden werden als „flächiger shared space“ behandelt. diese selbsterklärenden straßen- und platzräume fördern das soziale miteinander der bewohner, unabhängig davon, ob sie sich zu fuß, auf dem fahrrad oder mit dem auto fortbewegen. der motorisierte verkehr fühlt sich als gast im straßenraum, was zu erhöhter vorsicht und mehr sicherheit beiträgt. dadurch entwickelt sich eine hohe aufenthalts- und verweilqualität.

    hauscluster
    die verschiedenen haustypen werden in verdichteten clustern organisiert. die privaten frei- und grünräume sind inselhaft, introvertiert, in innenhöfen oder auf dachterrassen; das kommt dem lärmschutz entgegen. zum öffentlichen grün gibt es eine klare abgrenzung.

    erschließung
    der zusätzliche verkehr fließt aus den neuen quartieren hauptsächlich nach nordwesten über die beiden bestehenden anbindungen auf die staatsstraße ab ( kirchheimer ei +3000/tag, hauptstraße +1500/tag). eine weitere verkehrsverknüpfung mit heimstetten ist daher nicht erforderlich. ein neuer straßenring umschließt den zentralen square. er verteilt die verkehrsströme, erschließt die öffentlichen einrichtungen und die angrenzenden, neuen wohnquartiere dezentral. die alte hauptstraße führt nun als fuß- und radweg durch den zentralen square hindurch.

    fuß- und radwegenetz
    zusätzlich zu den die bestehenden felder und gehölze begleitenden wegen wird eine starke durchlässigkeit in nord- südrichtung aufgebaut. dabei wechseln die wegebeziehungen spannungsreich von geradlinigen querungen der grünachsen zu fußgängerbrücken über die staatsstraße zu verwinkelten platzabfolgen durch die baufelder.

    ruhender verkehr
    jedes familienhaus, jede wohnung hat einen stellplatz im oder am haus, der zweitwagen ist in zentralen parkpaletten untergebracht, um die quartiere und häuser von fließendem und ruhendem verkehr zu entlasten.

    energieeffizienz
    die flächensparende bauweise in den konzentrierten baufeldern, die kompakte gebäudestruktur, eine durchgängige orientierung nach südwest bzw. südost werden durch solare energiegewinne auf den flachdächern ergänzt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.