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  • DE-04103 Leipzig
  • 11/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-114034)

Büroneubau Wintergartenareal


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    mahl gebhard konzepte, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Andrea Gebhard

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: 03 Architekten GmbH Architekten BDA, Stadtplaner DASL, München (DE)
    TGA-Fachplaner: IBF Ingenieurgesellschaft mbH, München (DE)

    Preisgeld
    17.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Disposition orientiert sich an der vorgegebenen Lage der Baukörper, schafft jedoch anstelle der abgeknickten linearen Körper drei ringförmige Einheiten. Für die Büronutzung erscheint dieser Typus gut geeignet, weniger allerdings für die vorgesehenen Wohngebäude. Der siebengeschossige Atriumtypus für die LWB besetzt die prominente Lage an der Ecke Georgiring/Wintergartenstraße und hat einen selbstbewussten Auftritt. Die Geschossgliederung nimmt Motive des historischen Nachbargebäudes (Victor's Residenzhotel) auf.

    Die Arkaden entlang der Wintergartenstraße und Georgiring erscheinen in dieser Situation unangemessen. Die Eingangssituation liegt richtig, ist allerdings architektonisch nicht markiert und im Arkadenraum kaum erkennbar. Im Inneren gehen Beratungsplätze und Cafeteria ineinander über; diese Vermischung wird kritisiert. Die Fluchtwege aus den notwendigen Treppenhäusern gehen nicht direkt ins Freie.

    In den Normalgeschossen sind Büroräume und Bürolandschaften nachgewiesen und machbar. Die Orientierung im Erschließungsring wird nur dann funktionieren, wenn zuverlässig Ausblicke nach außen freigehalten bleiben. Die Lage vieler Tagungs- und Besprechungsräume fernab von den Erschließungskernen ist problematisch, zudem mangelt es an angemessen großen Vorräumen.

    Nutzungsflexibilität und Drittverwendungsfähigkeit sind gegeben. Dies mündet allerdings tendenziell in eine gewisse räumliche Neutralität. Die damit verbundene Bescheidenheit ist gewünscht. In einen gewissen Widerspruch hierzu steht der „Aha-Effekt" des siebeneinhalbgeschossigen Atriums.

    Die Fassade zeigt ein Wechselspiel von Betonfertigteilen, die die Geschossgliederung abbilden: gefaltete Pfeiler aus glasierten Ziegeln und dazwischen regelmäßig angeordnete, raumhohe Fensterelemente mit festen Verglasungen, Putz- und Lüftungsflügeln im Wechsel. Der außen liegende Sonnenschutz liegt in Nischen geschützt.

    Auch die Fassade demonstriert eine angenehme Zurückhaltung. Ihre plastische Gestaltung würde jedoch vermutlich einen erhöhten Wartungsaufwand nach sich ziehen.

    Im Energiekonzept kann das Atrium als Abluftatrium sinnfällig eingesetzt werden, wenn die Überströmung aus den Büros gewährleistet ist. Das Energiekonzept ist verbesserungsbedürftig, regenerative Energieangebote vor Ort werden nicht genutzt.

    PKW-Stellplätze sind in einer eingeschossigen Tiefgarage nachgewiesen, die Fahrradstellplätze im UG werden in dieser Lage wohl kaum akzeptiert.

    Zusammenfassend ist festzustellen, dass dieser Beitrag in seinem Erscheinungsbild und seiner städtebaulichen Setzung durchaus einen wertvollen und angemessenen Beitrag liefert. Die teilweise mangelnden inneren Qualitäten mindern jedoch dieses Bild.