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  • CH-8041 Zürich
  • 10/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-127507)

Greencity - Büro- und Dienstleistungsgebäude


  • Sieger Baufeld B6

    Auftakt des Quartiers mit drei Bürogebäuden des Baufeldes C1

    Architekten
    JSWD Architekten, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: CH Architekten, Wallisellen (CH)
    TGA-Fachplaner: Lemon Consult GmbH, Zürich (CH)
    Tragwerksplaner: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich (CH), Luzern (CH)
    Verkehrsplaner: BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen (DE)
    Landschaftsarchitekten: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Stadtloggia
    „Nachhaltigkeit braucht eine überzeugende Präsenz“ Denn: „Wer will von einem hässlichen Gebäude wissen, dass es tüchtig ist.“ Neben der optimierten energetischen Energieperformance im Sinne einer nachhaltigen Gebäudekonzeption bedarf es einer visuellen Botschaft, welche Nachhaltigkeit und architektonische Ästhetik miteinander verbindet. Kernidee der Konzeption ist daher die Sichtbarmachung der Vision GREENCITY als soziales, ökologisch, ökonomisch und architektonisch nachhaltiges Quartier.
    Weithin strahlt die begrünte Stadtloggia im Kopfgebäude des Entwicklungsareals diese Botschaft aus und verleiht dem Quartier seine unverwechselbare Identität. Mit großer Präsenz bildet der 3-geschossige Wintergarten die Adresse GREENCITY am Nordkopf des Sihl-Manegg Areals. Wie in einer übergroßen Vitrine wird die Begrünung als Werte schaffendes Symbol einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Bebauung inszeniert. In beide Richtungen werden Reisende auf der Autobahn von dieser großzügigen und offenen Geste begrüßt. Ebenso werden Besucher und Nutzer, welche sich von Norden mit der S-Bahn oder über die Allmendstraße dem Quartier nähern von dieser Geste angezogen. Die begrünte Stadtloggia wird zum Gesicht und zum Botschafter des gesamten GREENCITY Quartiers. Auch am Südende des Baufeldes C1 markiert eine Stadtloggia den Zugang in das Büroquartier und kommuniziert eine innovative und inspirierende Bürowelt. Nicht zuletzt entstehen dadurch einzigartige und fernwirksame Adressen mit klarer Identität und hohem Wiedererkennungswert. Insbesondere auch für ihre Nutzer bieten die Stadtloggien spektakuläre Ausblicke auf die Landschaft und die Kernstadt Zürich. Neben den hochflexiblen Büroflächen sind es Besprechungsräume und „Thinktanks“ in den begrünten Stadtloggien die den Bürostandort und die Arbeit im Quartier zu einem inspirierenden Ort machen. Fließende und innovative Arbeitslandschaften mit attraktiven Raumerlebnissen lassen eine hohe Identifikation der Nutzer mit ihrem Gebäude erwarten.

    Städtebau + Etappierbarkeit
    Die einfache und kompakte Gebäudekonfiguration orientiert sich eng am städtebaulichen Richtprojekt und führt die Körnigkeit des geplanten Quartiers fort. Die Höhenstaffelung erfolgt selbstverständlich und angemessen gegenüber der übrigen Bebauung. Die Disposition der Gebäude erzeugt eine attraktive Raumfolge die spannungsvolle Ein- und Ausblicke erlaubt. Restaurants, Läden, Büroeingänge und Veranstaltungsflächen beleben die Erdgeschosszone und laden zum Verweilen ein. Der Wechsel von „Gasse“ und „Platz“ lässt im Zusammenhang mit den publikumswirksamen Erdgeschossnutzungen eine hohe Urbanität erwarten. Die sparsame und artifiziell gestaltete Begrünung basiert auf dem Elementkatalog der Freiraumplanung. Großformatige Betonplatten als Bodenbelag bilden die Reminiszenz zum ehemaligen Industrieareal und harmonieren mit der Oberfläche der aufgehenden Bauten.
    Problemlos können die Gebäude schrittweise als abgeschlossene Einheiten errichtet werden. Jedes Gebäude ist autark. Auch bei nur teilweiser Realisierung entsteht kein Torso. Die Tiefgarage orientiert sich an dieser schrittweisen Entwicklung und ermöglicht eine eindeutige Realteilung der Gebäude. Alle Eingänge zu den Haupterschließungskernen sind großzügig organisiert und leicht auffindbar. Auch im Falle einer Verbindung der Gebäude auf dem Baufeld C1 entsteht eine spannungsreiche Volumetrie welche nicht nur die Gebäude funktional miteinander verbindet sondern auch die Möglichkeit bietet, den geschlossenen Innenhof mit einem Glasdach zu überdecken. Es entsteht eine spektakuläre zentrale Halle die das Herz des Ensembles darstellen könnte, Raum für eine Fülle von Nutzungen bietet und dem Nutzer eine einzigartige Adresse bietet.

    Materialität +Architektur
    Die geplanten Gebäude nehmen die Massivität und Ruhe der historischen Bestandsbauten auf. Die großen Fensteröffnungen des Holländerbaus finden sich als strukturelles Zitat in den neuen Bürobauten wieder. Jeweils 3 Achsen a´ 1,35m sind zu einer großformatigen Öffnung zusammengefasst und gewähren eine bis in die Tiefe reichende Belichtung der Büroflächen. Diese großformatige Struktur verbindet neben den drei Bauten des Baufeldes C1 auch das Hofgebäude B6 zu einer gestalterischen Familie. Erdgeschosszone und erstes Obergeschoss werden architektonisch zu einem Sockelgeschoss zusammengefasst und verleihen den Gebäuden trotz der großen Masse eine aufstrebende Schlankheit.
    Es ist die Rauheit des ehemaligen Industrieareals Sihl-Manegg gepaart mit der Rückeroberung und Integration der Natur welches den Charme des Quartiers ausmachen wird. Die einfache und klare Grundstruktur der Gebäude aus hellem Glasfaserbeton bildet eine steinerne Metapher zur industriell geprägten Vergangenheit des Areals. Die eloxierten Aluminiumprofile der Fenster, der Eingangstüren und des Sonnenschutzes bilden einen spannungsreichen Kontrast zur steinernen Oberfläche der Steinstruktur und stehen für zeitgemäße Architektur und Innovation. Glas- und Holzoberflächen komplettieren einen Materialkatalog natürlicher Baustoffe.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.