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  • DE-54290 Trier
  • 12/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-111644)

Römerbrücke und Umfeld


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Verkehrsplaner
    SHP Ingenieure GbR, Hannover (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: A24 Landschaft, Berlin (DE)
    Architekten: Swillus Architekten, Werder / Havel (DE)
    Lichtplaner: studio dinnebier+blieske, Berlin (DE)

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Leitidee besteht aus mehreren Elementen, die sich wie selbstverständlich zu einem Gesamtkonzept verbinden: der Verknüpfung der Stadt mit dem östlichen Moselufer, der Entwicklung des östlichen Brückenkopfes als Tor zur Stadt und des westlichen als eigenständiges Pendant zur Weststadt.

    Die Uferzonen erhalten einen starken landschaftlichen Charakter mit Betonung der Verknüpfungspunkte zur Stadt auf beiden Seiten der Mosel, die auch die Funktion von Gliederungselementen übernehmen und eigen-ständige differenzierte Nutzungsangebote bieten.

    Die Konzeption ist klar erkennbar, in sich schlüssig und in ihrer Ausformulierung bereits sehr weit entwickelt. Besonders hervorzuheben ist das Angebot der touristischen Erschließung mit Bushaltestellen und Anbindung der Innenstadt (Verkehrsberuhigung Karl-Marx-Straße) und der Barbarathermen.

    Alle in der Auslobung angesprochenen funktionalen Anforderungen wurden aufgegriffen, in der Leitidee berücksichtigt und stadträumlich überzeugend gelöst. Entsprechend der Leitidee wurden diese Übergangsbereiche akzentuiert und sensibel ausgebildet. Mit der Ausgestaltung der Karl-Marx-Straße erfolgt auch eine deutliche Aufwertung der südwestlichen Altstadt und schafft eine Anbindung an die Innenstadt. Mit der Entwicklung der Gestaltung des Moselufers zur Gilbertstraße gelingt auch die Einbindung der Barbarathermen mit ihrem angrenzenden Quartier.

    Die in Trier-West vorgeschlagenen punktuellen stadträumlichen Ergänzungen führen zu einer funktionalen Stärkung des Stadtteils und insbesondere im Bereich des Westbahnhofs durch die neue Fußgängerverbindung zu einer deutlich besseren Verknüpfung.

    Durch die vorgeschlagene Zurücknahme der Bauflucht am östlichen Brückenkopf erhält dieser Bereich eine klare Ausprägung, die die Brücke als solche in Szene setzt, einen deutlichen Stadteingang schafft und die Verbindung zur Südallee stärkt.

    Auch der Brückenkopf auf dem Westufer erhält eine klare neue Ausgestaltung mit einer eindeutigen Kantenaus-bildung. Die baulichen Maßnahmen bis 2025 unterstützen verstärkt die Wahrnehmung des städtischen Platzes. Allerdings sollten die Baumpflanzungen zurückhaltender erfolgen. Die vorgeschlagenen städtebaulichen Ergän- zungen im Stadtteil West sind plausibel und werden positiv gewürdigt.

    Die am Ostufer vorgeschlagenen Nutzungsangebote durch die fünf Moselterrassen bieten eine hohe Aufenthaltsqualität mit sinnvollen in sich schlüssigen Nutzungsangeboten und hoher Gestaltqualität der einzelnen Elemente. Die Anbindung der Pferdeinsel ist problematisch (wegen FFH-Gebiet und Freihalten für die Sportschifffahrt).

    Die Gestaltung des Westufers ist in sich schlüssig, zugleich aber auch wenig differenziert dargestellt. Die Bepflanzung auf beiden Uferseiten erscheint zu massiv und droht, Sichtbeziehungen zu verstellen.

    Besonders hervorzuheben ist der sensible Umgang mit der Römerbrücke selbst und ihre Freistellung in der Ufergestaltung. Die im Endausbau vorgeschlagene Lösung, die Brüstung der Brücke in Naturstein fortzuführen, der sich in seiner Farbigkeit vom vorhandenen Material absetzt, wird als eine mögliche gestalterische Lösung anerkannt.

    Die baulichen, gestalterischen und nutzungsbedingten Angebote zur Einbeziehung der Barbarathermen werden ausdrücklich begrüßt. Der Umgang mit den mittelalterlichen Kränen ist angemessen.