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  • DE-99096 Erfurt
  • 11/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-112138)

Klimagerechte Pilotsiedlung Marienhöhe


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Energieplaner
    Stahl+Weiß, Bauphysik und Energiekonzeption, Freiburg (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)
    Landschaftsarchitekten: faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit gliedert den Rücken zur Binderslebener Landstraße in drei einfache leicht differenzierte Abschnitte. Leider rückt dabei die Bebauung zu nahe an die Steinmetzwerkstatt und die westliche Zufahrt zu weit nach Westen. Diese Zufahrt ergibt sich zwar schlüssig aus der inneren Logik der Siedlung, müsste aber hinsichtlich der Lage zwingend korrigiert werden. Der östliche Zugang stellt eine fußläufig sinnvolle Verbindung zur unteren Haltestelle her.

    Den Verfassern gelingt es, keine Restflächen an den Gebietsrändern zu produzieren, sondern diese in Folge einer ökonomischen Flächenausnutzung zu einer ruhigen, Identität stiftenden grünen Mitte für alle zusammen zu führen. Von hier aus ist der Dom prominent in Szene gesetzt. Die Wegebeziehungen verzahnen das neue Wohngebiet unprätentiös mit der Kleingartenanlage.

    Die Verteilung und Zuordnung der vielfältigen Gebäudetypologien ist schlüssig. Im nördlichen Doppelriegel entstehen jedoch durch die Verschattung der südlichen privilegierten Stadtvillen deutliche Qualitätsunterschiede. Der architektonische Duktus vermittelt ein angenehmes, gut proportioniertes Erscheinungsbild. Die klare Randausbildung zur grünen Mitte durch den abgetreppten Sockel bildet eine interessante Binnengliederung der Freiräume, wird jedoch aufgrund seiner Bedeutung kontrovers diskutiert.

    Die Ringerschließung ist sehr effizient. Leider ist die Zuordnung der Stellplätze nicht immer eindeutig und nicht hinreichend gelöst. Die Wirtschaftlichkeit der Tiefgaragen unter den Stadthäusern ist fragwürdig. Die Vielzahl der Rampen ist unnötig, nicht schön und trägt zusätzlich Schall in die Wohnbereiche. Die Hauszugänge sind nicht immer in logischer Beziehung zum Erschließungsnetz.

    Die große Stärke dieser Arbeit liegt in der schlüssigen Organisation des Quartiers um die grüne Mitte und ihrer differenzierten Komposition der Quartiere.

    Die städtebauliche Struktur ist überwiegend energetisch kompakt, die große Zahl von Reihen- und Doppelhäusern, insbesondere auch im Teilbereich Süd wird positiv bewertet. Bis auf wenige ost-west-orientierte Baukörper ist die passive Solarenergienutzung gut möglich. Das Energiekonzept ist in Teilen nicht stimmig. Die vorgeschlagene Holzverbrennung ist beispielsweise nicht zulässig. Die Eignung der Dächer für aktive Solarnutzung ist gut gegeben. Insgesamt ein guter Beitrag zur klimagerechten Pilotsiedlung, der jedoch in der Energiekonzeption Schwachpunkte hat.


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