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  • DE-87437 Kempten St. Mang
  • 11/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-127860)

Neubau eines Feuerwehrgebäudes mit den zugehörigen Freiflächen


  • Anerkennung


    Bauingenieure
    DR. SCHUETZ INGENIEURE Beratende Ingenieure im Bauwesen PartG mbB, Kempten (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: F64 Architekten, Kempten (DE)
    Landschaftsarchitekten: realgrün Landschaftsarchitekten, München (DE)
    Energieplaner, TGA-Fachplaner: Knecht Ingenieure, Wildpoldsried (DE)

    Preisgeld
    1.666 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Durch die Anordnung und Ausrichtung des Baukörpers wird ein klarer südlicher Abschluss des Grundzugs gebildet. Dabei wird die überformte Geländemodulation geschickt aufgefangen. Nördlich des Neubaus entsteht ein gut organisierter Freiraum mit Bolzplatz und angenehm in den Hügel integrierter Skateranlage und Schlittenbahn. Dabei ist der Lärmschutz zur Wohnbebauung durch die Geländeform gewährleistet. Südlich des Neubaus wird ein großer rechteckiger Feuerwehrhof mit umlaufender Begrenzungsmauer ausgebildet. Durch die Mauer und den in der Südostecke des Areals angeordneten begrünten Hügel ist der Lärmschutz auch hier weitgehend gegeben. Aufgrund der Größe des Vorfeldes ist der Neubau an der Duracher Straße kaum präsent. Der Haupteingang ist ausschließlich über den Hof erreichbar. Erschließung und funktionale Gliederung des Feuerwehrhofes sind sehr gut gelöst. Die Übungsfläche wird sogar zusätzlich zu den Vorfeldflächen der Fahrzeughalle angeboten.
    Auch im Inneren ist ein nahezu tadelloser Ablauf der Funktionen gegeben. Die Treppe ins OG liegt allerdings etwas versteckt. Der Baukörper ist kompakt entwickelt und klar konturiert. Aufgrund der durchgängig gleichen Gebäudehöhe wird eine leichte Überhöhung des Gebäudevolumens der Fahrzeughalle in Kauf genommen, was jedoch nicht als Nachteil zu werten ist, da dadurch die Klarheit des Baukörpers ermöglicht wird. Die Fassadengestaltung stimmt mit dem Innenraumkonzept überein und lässt ansonsten weder negative noch positive Besonderheiten erkennen. Die Sichtbetonfassaden aus zweischaligen Halbfertigteilen erscheinen einem Zweckbau angemessen. Eine darüberhinausgehende Strahlkraft in die Öffentlichkeit ist allenfalls durch die diagonal gegenüberliegenden Ausnehmungen aus dem quaderförmigen Bauvolumen zu erwarten, die eine gewisse skulpturale Spannung erzeugen.
    Der Entwurf ist wirtschaftlich umzusetzen und zu betreiben. Die Kennwerte liegen im eher günstigen Bereich. Ein innovatives Energiekonzept wird über die Vorgaben hinaus nicht angeboten. Die hohe Speichermasse der Stahlbetonwände ist bei den temporären Nutzzeiten eher kontraproduktiv. Die Deckenstrahlungsheizung der Fahrzeughalle ist ein richtiger Vorschlag. Ansonsten erscheint das vorgeschlagene Konzept solide und praktikabel.