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  • Zuschlag

    Visualisierung - Blick vom Campus

    Architekten
    Lengfeld & Wilisch Architekten PartG mbB, Darmstadt (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Kay Wilisch

    Mitarbeit
    Christiane Treiber, Hady Sukendar

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Aus der Analyse der Standortbedingungen entwickelt der Verfasser auf der Basis der städtebaulichen Figur der Machbarkeitsstudie ein Konzept von Außenräumen und Zugangsbereichen, das neben einer Haupterschließung von der Alexanderstraße durch eine zusätzliche brückenartige Anbindung der „Platte“ einen nach Westen orientierten Cafébereich ermöglicht. Neben der Tiefgaragenrampe wird eine breite Frei- und Sitztreppenanlage vorgeschlagen, durch die der Veranstaltungsbereich eine attraktive äußere Erschließung erhält, die gleichzeitig im Rampenbereich der Tiefgarage Fußgänger und Autofahrer trennt. Das Konzept der Treppenanlagen wird kaskadenförmig auch im Innenraum fortgesetzt, und ermöglicht interessante und atmosphärische Räume für die studentischen Bereiche. Durch die Abstaffelung des Obergeschosses wird auf die Nähe der Mensa-Verwaltung im Norden reagiert. Die Anlieferung der Mensa wird durch den Entwurf nicht unnötig eingeschränkt, so dass sie auch während der Bauphase aufrecht erhalten werden könnte.
    Die studentischen Veranstaltungs- und Aufenthaltsbereiche sind im Erd- und Untergeschoß untergebracht. Durch eine geschickte Orientierung an der Topographie werden die einzelnen Nutzungsbereiche auf differenzierten Ebenen angeordnet und durch Treppen und Rampen verbunden. Ein räumliches Kontinuum führt hinab bis hin zum großen Veranstaltungsraum der eine dem Nutzungszweck angemessene Raumhöhe hat. Die für diesen Bereich vorgeschlagene Erschließung ermöglicht äußerst interessante Räume, deren Anlage allerdings zum Teil zu Lasten der Funktionalität gehen. Die Darstellungen lassen kommunikative und atmosphärische Räume erkennen, die im hohen Maße für kulturelle und studentische Veranstaltungen adäquat und geeignet erscheinen. Eine Affinität des Entwurfsverfassers, zu den Bedürfnissen von Studierenden einen zeitgemäßen Ausdruck zu finden, ist zu erkennen. Die Lage von Café und Lernbereich muss im Hinblick auf die Realisierbarkeit der vorgeschlagenen Brücke zur „Platte“ des Universitätszentrums ggf. noch mal überdacht werden, ein Tausch der Nutzungen scheint alternativ möglich.
    Die Bürogeschosse sind funktional organisiert, die vertikale Erschließung richtig und effizient angeordnet. Durch eine geschickte Anordnung von Sozial- und Besprechungsbereichen können monotone Büroflure vermieden werden. Der Entwurfsvorschlag fügt sich mit einer vertikal strukturierten Lochfassade in den städtebaulichen Kontext ein und akzentuiert in angemessener Weise lediglich mit einem erdgeschossigen Gebäudeeinschnitt die öffentlichen studentischen Bereiche.
    Das Gebäude ist grundsätzlich mit einer einheitlichen und optimierten Grundfläche und Haupterschließungen sehr wirtschaftlich organisiert, wobei bei der Erschließung der Veranstaltungsbereiche noch Optimierungspotentiale gesehen werden, ohne dass die Idee und räumliche Qualität in Frage gestellt werden müsste.
    Insgesamt überzeugt die Arbeitsprobe durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung und gestalterisch überzeugenden Lösungsansätzen. Die vorgeschlagene Fassade hat dabei noch nicht ganz die Qualität der räumlichen Darstellung der Innenräume. Die Raffinesse steckt in der nach Westen orientierten inneren und äußeren Erschließung.


INFO-BOX

Angelegt am 19.12.2012, 12:07
Zuletzt aktualisiert 19.12.2012, 12:23
Beitrags-ID 4-61923
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