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  • DE-60594 Frankfurt am Main
  • 12/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-111667)

Sanierung und Erweiterung des Jüdischen Museums


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Tancredi Capatti

    Mitarbeit
    Eugenio Braccio

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg (DE), Aachen (DE), Berlin (DE), Hamburg (DE)
    Bauingenieure: Hartwich Bernhardt INGENIEURE GmbH, Berlin (DE), Wiesbaden (DE)
    TGA-Fachplaner: big Architekten und Ingenieure GmbH, Berlin (DE), Bonn (DE)
    Visualisierer: Abbonacci l 3D Visualisierung & Präsentationsgrafik, Berlin (DE)

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit bindet sich städtebaulich mit dem L-förmigen Erweiterungsbau sehr gut ein, sie nimmt in Höhe und Fluchten die Bezüge zu den Nachbargebäuden auf. Es entsteht ein wohlproportionierter Eingangshof, der sich jedoch bastionsartig zur Wallanlage abschließt. Eine großzügigere Ausbildung der Zugangssituation wäre wünschenswert. Eine präzisere Aufnahme der Fluchten wäre wünschenswert.
    Positiv hervorzuheben ist, dass die historische Einfriedung des Privatgartens erhalten bleibt. Der fünfgeschossige Museumsbau ragt ein Geschoss über die Bestandsgebäude und die Anbindung an Haus 14 erfolgt in voller Höhe. Die Einhaltung der Bestandstraufhöhen wäre wünschenswert. Die Fassade mit der monotaktischen Struktur bezieht sich auf die ruhige gleichmäßige Fassadengliederung der Bestandsfassaden nach Süden.
    Das neue Museum wird von Westen erschlossen und der neue Eingang liegt folgerichtig im Verbindungsbauwerk zwischen Neu und Alt, alle öffentlichen Funktionen werden von hier aus auf kurzem Wege erschlossen. Hier erschließt an zentraler Stelle ein neues Treppenhaus alle Geschosse. Die historischen Treppenhäuser werden erhalten und das Gebäude ist durchgängig barrierefrei erschlossen. Die Anliefersituation des Neubaus im Untergeschoss erscheint plausibel. Lage und Ausbildung des Notausgangs an das Untergeschoss ist zu prüfen und überarbeiten. Es entstehen klare Rundgänge mit klarer Orientierung.
    Alle Funktionen sind klar und überzeugend angeordnet. Das Cafe im Erdgeschoss öffnet sich glaubwürdig unter Sicherheitsbedingungen großzügig zur Terrasse im Süden. Die Bibliothek im ersten Obergeschoss ist auf kurzem Wege erreichbar und die Wechselausstellung ist auf einer zusammenhängenden großzügigen Fläche organisiert. Die als Freigeschoss ausgebildete Dachterrasse gibt den Blick über die Stadt frei. Dieses freie Geschoss bietet Möglichkeiten für Sondernutzungen und Veranstaltungen und könnte sogar für zukünftige Erweiterungsoptionen Raum bieten.

    Energieeffizienz / Wirtschaftlichkeit
    Relativ große Hüllfläche durch Abtreppung und LKW-Unterfahrt. Der relativ hohe Verglasungsanteil macht die Einhaltung der konservatorischen Bedingungen aufwendig.