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  • DE-85659 Forstern-Tading
  • 12/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-128460)

Pfarrzentrum Mariä Himmelfahrt


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen (DE), Memmingen (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Ludwig Schegk

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Architekten Wollmann & Mang BDA, München (DE)
    Visualisierer: Architektur & Zeichnung, München (DE)

    Preisgeld
    6.500 EUR

    Erläuterungstext
    Platz der Gemeinde(n)

    Mit den Neubauten von Pfarrheim, Pfarrhaus und der künftigen
    Rathauserweiterung wird durch die städtebauliche Anordnung ein
    neuer Raum im Ort geschaffen.
    Kirchliche und Politische Gemeinde gestalten miteinander einen
    Platz, Ort des gemeinsamen öffentlichen Lebens in Forstern, die
    Ortsmitte.

    Platzgestalt

    Der gesamte Platz wird einheitlich mit einem Raster überzogen,
    das ordnet und in seiner Ausrichtung geschickt zwischen Pfarrheim
    und Rathaus vermittelt. Es überspringt in Bändern die Straße und
    bindet diese in den Platzraum ein. Mit der Ausbildung der Rasterfelder
    in Ortbeton mit leicht strukturierter Oberfläche entsteht ein vielseitig
    nutzbarer, sehr robuster Belag, der mit seiner Gliederung den
    Eindruck vornehmer, aber angemessener Bescheidenheit erzeugt.
    Mit der Anlage eines Wasserbandes wird diese Ausrichtung nochmals
    gestärkt und gleichzeitig der Bezug zum Pilgerweg Richtung
    Tading hergestellt.
    Ein Solitärbaum leitet in den Platz ein und bildet einen lebendigen
    Kontrapunkt zur strengen Ordnung der Platzfläche. Ein Ort zum
    Verabreden und sich Treffen.
    Ein Platz zum Feiern.

    Zwei Gebäude

    Pfarrheim und Pfarrhaus bilden als jeweils eigenständige Baukörper
    zwei Raumkanten des neuen Gemeindeplatzes, der zukünftig
    durch die Rathauserweiterung den südlichen Abschluss finden wird.
    Das Ensemble öffnet sich nach Osten zur Hauptstraße und der
    Bebauung auf der anderen Seite der Straße. Größe und Form der
    Gebäude fügen sich harmonisch in die Ortsmitte ein.

    Pfarrsaal im Pfarrheim

    Das Pfarrheim umfasst ebenerdig den teilbaren Saal mit Foyer und
    Nebenräume, sowie den Chorübungsraum. Im Obergeschoß befinden
    sich zwei zusammenschaltbare Gruppenräume für die Jugend
    und der Clubraum. Der Tischtennis-, Bolz- und Partyraum und der
    Bastelraum im Untergeschoß werden separat durch eine Außentreppe
    erschlossen, die gleichzeitig als zweiter Fluchtweg dient.
    Das zweigeschoßige Foyer ist Zentrum aller Aktivitäten des Hauses
    und wird durch sein Dachoberlicht natürlich belichtet. Es erweitert
    den Saal und leitet auf den Platz hinaus. Von hier aus bietet sich
    eine attraktive Blickbeziehung zu den Aktivitäten auf dem Gemeindeplatz.

    Pfarrhaus

    Im Erdgeschoß befinden sich das Pfarramt, sowie der allgemeine
    Wohnbereich, jeweils mit eigenem Zugang. Im Obergeschoß liegt
    der private Wohnbereich des Pfarrers, der zusätzlich durch eine Außentreppe
    eine kurze Verbindung zur Garage erhält. Auf gleichem
    Geschoß liegen der private Wohnbereich der Pfarrhausfrau und das
    Gästeappartement.
    Den Wohnbereichen sind Freisitze in Form von Loggien zugeordnet.

    Wohnungstypen

    Der allgemeine Wohnbereich, die Wohnung der Pfarrhausfrau und
    das Gästeappartement können zu einer zweigeschoßigen Familienwohnung
    zusammengefasst werden. Die Wohneinheit des Pfarrers
    kann dann durch eine Küchenzeile ergänzt und als Zweizimmerwohnung
    durch die Außentreppe erschlossen werden.

    Orientierung der Pfarrgebäude

    Das Foyer des Pfarrheims öffnet sich, abseits der Hauptstrasse,
    zum neuen Gemeindeplatz. Der Rücksprung des Erdgeschoßes mit
    seinem ausladenden Vordach schafft einen einladenden Vorplatz.
    Der Zugang zum Pfarramt und zu den Pfarrwohnungen Wohnungen
    erfolgt vom Platz aus, die Büros und Wohnräume sind nach
    Westen zum Garten hin ausgerichtet. Die Flurzone entlang der Ostfassade
    schützt die Wohnräume vor Straßenlärm. Die gegliederten
    Holzfassaden bilden einen Filter zu Straße und Platz.

    Bauweise

    Die Gebäude werden zur Optimierung des Schallschutzes und der
    Speichermassen mit massiven Innenwänden und Decken erstellt.
    Die Fassaden mit den geschlossenen oder befensterten Gefachen
    werden aus großformatigen, vorgefertigten, geschoßhohen Holzelementen
    errichtet. Diese plastisch gegliederte, filigrane Gebäudehülle
    ist, mit ihrer stofflichen Präsenz, eine Referenz an die lokale
    Holzbautradition.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 20.12.2012, 13:15
Zuletzt aktualisiert 09.01.2013, 17:37
Beitrags-ID 4-62003
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