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  • DE-59555 Lippstadt
  • 12/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-116156)

Errichtung einer Gesamtschule mit Sporthalle


  • 1. Preis Zuschlag

    Modellfoto

    Architekten
    Swiatkowski-Suerkemper Architekten PartGmbB, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Konzept des Entwurfes geht nach einem kompletten Abriss der heutigen Pestalozzischule von einem Neubau der Gesamtschule aus.
    Der klar gegliederte Neubau erstreckt sich über zwei Gebäudeflügel. Straßenbegleitend zur Ulmenstraße ist ein zweigeschossiger Gebäudetrakt ausgebildet, der im Wesentlichen die Gemeinschaftseinrichtungen wie die Mensa, das Forum und die Bibliothek aufnimmt. Das Preisgericht hebt lobend hervor, dass durch die diesen Einrichtungen westlich vorgelagerte verglaste Erschließungshalle eine gute Verknüpfung zum großen Schulhof geschaffen wird.
    Im rechten Winkel zu diesem Gebäudetrakt ist in Richtung Westen der zweite Gebäudeflügel in dreigeschossiger Bauweise angefügt.
    Der zentrale Eingang zur Schule erfolgt von der Ulmenstraße. Er nimmt auf die Einmündung Fliederstraße Bezug und markiert gleichzeitig in überzeugender Form den Übergang zwischen dem zwei- und dreigeschossigen Gebäude.
    Der westostorientierte Gebäudetrakt wird über eine zentrale Achse erschlossen. In Richtung Süden werden hieran drei eigenständige klar ausgebildete Cluster angebunden. Das klare und offene Erschließungssystem ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal des Entwurfes. Die Grundstruktur des Entwurfes überzeugt aus städtebaulicher Sicht durch die klare Ausbildung der Gebäudeanordnung zur Ulmenstraße und in der offenen Struktur zu dem Freiraum der südlich gelegenen Parkanlage. Der zweigeschossige Gebäudetrakt an der Ulmenstraße lehnt sich in der Gebäudehöhe an die umgebende Bebauung an und nimmt Rücksicht auf den Gebäudekomplex der Pappelalleeschule.
    Die offene Kammstruktur der drei Cluster schafft einen guten Übergang zum südlich gelegenen Park. Die Struktur verbindet das Gebäude mit dem Freiraum und lässt keine scharfe Trennung entstehen. Durch die Ausbildung des Gebäudewinkels ergibt sich eine deutlich abgegrenzte und großzügige Schulhoffläche.
    Das geforderte Raumprogramm wird zwar nicht vollständig dargestellt, es überzeugt jedoch insbesondere durch die konsequente Ausbildung der drei Cluster in den jeweils eigenständig ausgebildeten Gebäudeeinheiten. Das geringe Defizit im geforderten Raumprogramm wird durch großzügig dimensionierte Bereiche für den offenen Unterricht und Schüleraufenthalt mehr als kompensiert. Jedes Cluster überzeugt durch die innere Organisationsstruktur und die Zuordnung der Klassen, der Lehrerzimmer, der Differenzierungsräume sowie Freibereiche und eigener vertikaler Erschließung. Es unterstützt ausdrücklich die Ziele des pädagogischen Programmes. Die der zentralen Erschließungsachse nach Norden vorgelagerten Fachräume unterstützen die gute Funktionalität des Entwurfes.
    Auch wenn der Anteil der Verkehrsflächen im Vergleich zu anderen Arbeiten höher erscheint, wird dieser Punkt durch die Multifunktionalität der Flächen aufgehoben. Die Vergleichswerte dieses Entwurfes liegen im mittleren Bereich und lassen einen wirtschaftlichen Betrieb erwarten. Das Ergebnis der energetischen Bewertung ist sehr gut. Der Entwurf erscheint in der vorliegenden Form genehmigungsfähig.