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  • DE Vaterstetten
  • 02/2004
  • Ergebnis
  • (ID 2-136)

Rathausumfeld mit Bürgersaal


  • Ankauf

    Marktplatz

    Landschaftsarchitekten
    landschaftsentwicklung kroitzsch, Gröbenzell (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Raupach Architekten, München (DE)
    Architekten: Schurk Architekten, München (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau
    Rathaus, Kirche, Bürgersaal und Hotel als Mittelpunkt von Vaterstetten
    Das Rathaus und die kath. Kirche prägten bisher den Charakter dieses Ortes. Die neue Bebauung mit Bürgersaal, Hotel und Wohn–
    und Geschäftshäusern schließt die bauliche Entwicklung des Ortszentrums nach Osten hin ab und schafft einen großzügigen, nach
    allen Seiten hin durchlässigen Platzraum, ohne die Dominanz der beiden Solitäre - Kirche und Rathaus - zu schwächen. Wohn- und
    Geschäftshäuser der Neubebauung orientieren sich im Maßstab und Höhe an der unmittelbaren Umgebungsbebauung. Die robusten
    Baustrukturen des Hotels, sowie der Wohn- und Geschäftshäuser, lassen unterschiedliche Nutzungen zu. Um den Ortsrand nach
    Osten hin zu vervollständigen, wird vorgeschlagen, den südlich gelegenen Parkplatz langfristig durch eine straßenbegleitende
    Wohnbebauung zu ersetzen.

    Marktplatz
    alle Wege führen auf den Marktplatz
    Es entstehen aufgrund der Nutzungsvielfalt räumlich abwechslungsreiche, attraktive und angstfreie Aufenthaltszonen. Die bestehende
    Baumgruppe auf dem Marktplatz wird durch einen Marktbrunnen aufgewertet. Eine Mauer als Sitzbank vor der Kirche trennt und
    verbindet Kirche und öffentlichen Raum. Marktplatz und Foyer des Bürgersaals werden einheitlich mit Natursteinplatten belegt,
    während die anderen öffentlichen Bereiche Beläge erhalten, die ihren jeweiligen Nutzungen entsprechen.

    Bürgersaal
    eine lebendige Platzwand
    Das Saalfoyer mit Treppen und Aufzug öffnet sich über alle Geschoße einladend zum Platz hin. Das „Zentrum aktiver Bürger/ Vereine“,
    sowie die Übungsräume der Musikschule werden direkt vom Foyer oder von außen erschlossen. Der Bürgersaal ist als multifunktionaler,
    verdunkelbarer Tageslichtsaal ausgelegt. Zudem kann der Bühnenbereich dem Saalniveau angepaßt werden. Das
    Bühnenportal ist fahrbar und kann bis an die Bühnenrückwand, sowie bis zur Saalmitte hin bewegt werden. Vor der Bühne entsteht ein
    kleiner Orchestergraben. Die Teilung in einen „Großen Saal“ und einen intimeren „Kleinen Saal“ erfolgt durch einfache Trennwandelemente
    unter der Galerie. Die Galerie verkürzt den Saal und bietet durch Stufung Plätze mit bester Bühnensicht.
    EG : Zentrum aktiver Bürger, Übungsräume, Garderobe, Behinderten – WC, Gaststätte, Küche
    1.OG: teilbarer Bürgersaal, Kleinbühne, Bühnenlager, \"Großer Saal\": 308 Plätze, \"Kleiner Saal\": 132 Plätze
    2.OG: Galerie mit Foyer: 126 Plätze, Projektionsraum, Umkleiden Künstler, „Sky – Lounge“, Sitzplätze gesamt: 566
    KG: WC‘ s für Saal und Gaststätte, Technikräume, Lager für Küche und „Zentrum Aktiver Bürger“, BHKW mit Nahwärmenetz,
    Zugang zu beiden TG‘s

    Gaststätte mit Wirtsgarten im Bürgersaal
    EG: Wirtsgarten in Anbindung zum Marktplatz, Anlieferung und Vorbereitungszonen mit den zugehörigen Tageskühlräumen,
    Produktion, Verteilzonen wie Warm-, Kaltausgabe, Schänke und die Spüle in direkter Anbindung zum Gastraum und Wirtsgarten,
    Speisentransport in das 1. und 2.OG in zentraler Position.

    Büro- und Wohngebäude mit Rathauserweiterung, Polizeistation, Läden und Lebensmittelmarkt
    EG : Büroräume Rathaus, Läden, Eisdiele, Pizzeria, Polizeistation mit Zufahrt von Möschenfelderstr. aus, Lebensmittelmarkt
    mit Anschluß an Bestand
    1.OG: Verwaltung Rathaus mit Brückenanschluß im 1.OG an Bestand Rathaus, Büros
    2.OG: Wohnen
    Grün- und Freiraumplanung: Ortsmitte neben zentraler Grünfläche
    Das neue Zentrum liegt selbstbewußt neben der ortsbestimmenden zentralen Grünfläche. Baumreihen weisen den Weg zum neuen
    Stadtplatz. Die erhaltene Baumgruppe mit Marktbrunnen sowie die Baumgruppen des Wirtsgartens und am Rathaus schaffen eine
    angemessene Binnengliederung und attraktive Aufenthaltszonen. Das östliche Vorfeld des Bürgersaales wird durch einzelne Hecken
    und Bepflanzungen differenziert gegliedert und stellt dadurch die Verbindung zur zentralen Grünfläche her.
    Lichtplanung

    Das abendliche Gesamterscheinungsbild des neuen Zentrums wird durch ein individuelles Lichtkonzept geprägt. Kirche und Rathaus
    werden sanft und warmtonig angestrahlt. Das Bürgerhaus wird einladend „aus sich heraus“ leuchten und das Nachtpanorama der das
    Zentrum bestimmenden Gebäude prägnant ergänzen. Das Hotel und alle weiteren den Marktplatz umgebenden Gebäude erhalten in
    die Vordächer integrierte Strahler, die das Rathausumfeld unverwechselbar mit Licht einfassen. Die nächtlichen Blickachsen und
    Wegebeziehungen werden durch Licht gezielt geschärft. Frei auf dem Platz aufgestellte Lichtstelen unterstützen auch am Abend die
    Grosszügigkeit des Marktplatzes und erzeugen eine sanfte Lichtstimmung, die unter dem Aspekt nächtlicher Sicherheit ebenso
    bedeutend ist wie für Feste und Begegnungen aller Art.

    Verkehr: Entlastung des zentralen Bereichs

    Marktplatz
    verkehrsberuhigt, Ausbildung des Straßenprofils Möschenfelderstr. im Vorgriff auf Anschluß verlängerte Johann Sebastian
    Bach –Straße

    TG: Zweigeschossige Tiefgarage mit 315 öffentl Stellpl., zwei Bauabschnitte, zwei Ein - und Ausfahrten von Möschenfelderstr. aus,
    1.Bauabschnitt: mit Marktplatz und Bürgerhaus = 188 Stellpl., 2.Bauabschnitt: mit Hotel und Büro- und Wohngebäuden =130
    Stellpl., Hotel = 21 Stellpl. Zugänge in die Neubebauung, in das Rathaus, in die bestehende Ladenzeile, sowie auf die Platzfläche.
    PKW - Stellplätze gesamt: = 336
    Stellpätze für Kurzzeitparker: 21, vor Supermarkt und Wohnbebauung
    Anlieferung: ebenerdig für Bürgersaal, Hotel, Gastronomie und Geschäfte, Lastenaufzug in alle drei Geschoße

    ÖPNV: Haltestellen vor Supermarkt

    Fußgänger / Radler
    Fortführung und Stärkung bestehender Wegeverbindungen, freie Durchwegung des zentralen Platzbereichs

    Ökologie
    Niedrigenergiebauweise, kompakte Bauformen, Wärmerückgewinnung für Bürgersaal und Hotel, BHKW mit Nahwärmenetz im KG des
    Bürgersaales, minimierte Flächenversiegelung, Versickerung des Oberflächenwassers, Überdeckung der Tiefgaragen: 1.00 m

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.