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  • DE-72394 Haigerloch
  • 04/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-129610)

Ehemalige Schlossbrauerei an der Eyach


  • 1. Rang

    kein Bild vorhanden
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    Bauingenieure
    Pirker + Pfeiffer Ingenieure GmbH & Co. KG, Münsingen (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschafts- / Umweltplaner, Architekten, Verkehrsplaner, Wasserbauingenieure: menz umweltplanung, Tübingen (DE)
    Architekten: Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ein sicherer Auftritt - der neue "Stadtfuß" von Haigerloch. Er schließt die Wunde der Industriebrache, hält den Blick auf Weinberg, Schlossberg und Mühlhalde offen. Das Kon¬zept formuliert den Gedanken einer "europä¬ischen Stadt" - wie ihn Haigerloch in einzig¬artiger topografischer Situation verkörpert - schlüssig zu Ende.

    Städtebau
    Die Achse der Oberstadt findet mit dem Platz und dem "Eyachforum" baulich einen sehr gut gefassten Auftakt bzw. Schlusspunkt - je nachdem, von wo man sich dem Platz nähert. Das Ensemble zwischen Hechinger Straße 3 und Schlössle wird überaus geschickt mit ei¬ner Plattform - einem ebenen, wohIproportionierten Platzboden - zur großen Bühne. Die Verfasser verstehen es, eine Entwicklung der vorhandenen Bebauung aufzuzeigen, ohne die¬se als Junktim zu formulieren, d. h. auch mit Erhalt der Gebäude Eyachgasse 2 und 5 lässt sich ein klares Freiraumkonzept realisieren.

    Die Neubebauung mit Platzfläche finden wohltu¬end den Haigerlocher Maßstab - die baulichen Elemente Platz, Freitreppe, Loggia und Baumdach bilden städtebauliche und landschaftsräumliche Akzente. Die Nutzung des Eyachforums - aber auch seine Höhe - sollten dennoch im Sinne der herausragenden städtebaulichen Bedeutung vertiefend untersucht werden.

    Das Parkplatzangebot - ganz harmlos unter den Platz geschoben - wird für das Schlössle wie die Stadt selber den richtigen Impuls geben. Diese Parkierung ist wie selbstver¬ständlich in das Gelände eingefügt, natürlich belichtet und belüftet. Die Zufahrt an der Engstelle sollte aber kritisch geprüft werden.

    Landschaftsraum
    Das Konzept lebt von einer Beziehung zwischen Landschaft und Stadt - großzügig komponiert-, als ob es immer schon so ausgesehen hätte. Fußwege und Hauszugänge liegen dort, wo man sie braucht, die neue Eyachgasse folgt der Hochwasserlinie und ist ganz beiläufig ein Ge¬staltungselement mit funktionaler Bedeutung.

    Private und öffentliche Grünflächen, die mehr landschaftlich ausgeprägt sind, verstärken sich gegenseitig, wobei die Qualität des Ent¬wurfes in seiner wohltuenden Zurückhaltung liegt. Hier ist kein Baum zu viel, keine Bö¬schung zu wenig. Die Eyachinsel ist aufgrund ihrer Größe eine richtige Insel, Triebwerkaus¬lauf und -kanal, Steg und Umgehungsgerinne gehören zum Gesamtkonzept.

    Eyach
    Der Vorschlag, den gesamten Böschungsfuß als Umgehungsgerinne zu nutzen, ist wie selbstverständlich ganz einfach präsentiert ¬im Vergleich zu den anderen Vorschlägen eine wohltuende Eigenheit dieses Konzepts. Die Aufnahme der hydraulischen Besonderheiten des Eyachinnenbogens, wie der Zuführung in das Umgehungsgerinne (mit Triebwerksauslauf und kleiner Insel), wird erfahrbar herausgearbeitet und überzeugt. Die Freilegung des Triebwerkskanals wird sicherlich auch als aufgewertetes Umfeld dem Schlössle zugute¬kommen.

    Insgesamt wirkt die vorgetragenen Idee kraftvoll, zukunftsorientiert und gesamträumlich überaus großzügig. Sie arbeitet die Qualität des Ortes heraus und schafft durch kleine In¬terventionen gezielt Aufmerksamkeit.

    Die Arbeit liegt bei allen Flächeninanspruchnahmen im Mittelfeld - mögliche Erlöse bei der Veräußerung von Schlössle und den zwei Neubauten wurden noch nicht eingerechnet.


INFO-BOX

Angelegt am 08.01.2013, 17:26
Zuletzt aktualisiert 15.02.2013, 10:37
Beitrags-ID 4-62506
Seitenaufrufe 77

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