loading
  • Ankauf

    Lageplan

    Architekten
    HINRICHS WILKENING ARCHITEKTEN, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Sven Hinrichs , Ralf Wilkening

    Mitarbeit
    Wadja Soenario, Mitarbeiter Wadja Soenario

    Erläuterungstext
    Die städtebauliche Aufgabe, die Realschule auf dem Grundstück des Werkstattgebäudes der Berufsschule zu situieren, wird als Herausforderung begriffen. Die besondere Lage am Rande des Wohngebietes Augustenfeld, in der Nachbarschaft der Berufsschule und der Übergang zum landwirtschaftlich genutzten Landschaftsraum als Panorama, prägen die Situation. Der entstehende Grünzug von der Bahnlinie im Westen bis zur Theodor-Heuss-Strasse im Osten ist als Grünanlage mit Naherholungs- und Sportfunktion konzipiert und bindet das Grundstück an die bestehende Infrastruktur des Bahnhofs an. Die Adresse der Schule liegt an der verkehrsreichen Theodor-Heuss-Strasse. Der Entwurf reagiert mit einer klaren Haltung auf die unterschiedlichen Anforderungen, die sich aus der Umgebung ableiten. Die geplante Realschule bildet zusammen mit der bestehenden Berufsschule und dem zu errichtenden Werkstattgebäude ein komplexes Ensemble, welches durch klare Wegeführung eine eindeutige gemeinsame Identität erhält. Der Neubau legt sich raumbildend um das freiwerdende Areal der alten Werkstatt. Dieser offene und geschützte Bereich wird zum gemeinsamen zentralen Ort der beiden Schulen. Alle drei Bauten, die Berufsschule, das Werkstattgebäude und die Realschule sind an dieses Zentrum angebunden und können direkt von dort erschlossen werden. Die Realschule grenzt das Schulgebiet zur Hauptstrasse hin ab und öffnet den Weg als Durchgang in der Verlängerung des Raumes zwischen Berufsschule und Werkstatt. Über diese Verbindung sind die Realschule und die Berufschule direkt an den öffentlichen Nahverkehr der Theodor-Heuss-Strasse angebunden. Der neue Platz zwischen den Schulen wird mit einem Baumhain bepflanzt, unter dem die notwendigen Kfz-Stellplätze angeordnet sind. Der Baukörper der Realschule gliedert sich in einen Hauptbau, welcher die Klassenräume aufnimmt und sich in der Ausdehnung nach den Fluchten des neuen Werkstattgebäudes richtet. Die überwiegende Zahl der Klassenräume orientiert sich nach Süden zum entstehenden Grünzug. Die Gesamtfigur der Klassentrakte erhebt sich viergeschossig auf dem Grundstück mit um zwei Geschosse niedriger vorgelagerter Sporthalle. Der Haupteingang öffnet sich sinnfällig zur Theodor-Heuss-Strasse. Der Vorplatz wird nach Norden durch die Sporthalle begrenzt und lagert sich nach Süden zum Grünzug. Der Eingang führt über den Windfang in die Pausenhalle, welche sich zum zweiten Geschoss mit einer Galerie öffnet. Über der Galerie erhebt sich ein verglaster Himmel, der in den beiden oberen Geschossen ein offenes Atrium bildet. Die Pausenhalle, welche als Aula genutzt werden kann, führt direkt zur zweiläufig gegeneinander versetzten Treppenanlage. Der Fachklassentrakt öffnet sich mit seinem Gang parallel zur Strasse und gibt den Blick auf den Landschaftsraum frei. Die Klassenräume sind nach Westen zum neuen Platz hin ausgerichtet. Die Klassenräume wenden sich sämtlich von der Strasse ab, so dass eine Beeinträchtigung durch Lärm ausgeschlossen ist. Einzig die Sporthalle legt sich entlang des Fachklassentraktes an die Strasse und hält den 12m breiten Abstand zur Grundstücksgrenze ein. Im Erdgeschoss und Obergeschoss bietet der Gang an den Fachklassen einen direkten Einblick in die Sporthalle, deren Spielfläche auf der Ebene -1 liegt. Das Selbstverständnis der vertikalen Fassade aus Beton umfasst die gläserne Fassade, die durch das Spiel des textilen Sonnenschutzes den Eindruck des Gebäudes prägt. Die Klassenräume verstehen sich als neutrale Räume, die den Aussenbezug suchen. Innen zur Erschliessung legt sich eine hölzerne Fassade an die Klassenraumwände, die das Gebäude tragen. Diese Hölzerne Schicht beherbergt die Garderoben. Die Pausenflächen im Freien gliedern sich in die Bewegungsfläche vor dem Haupteingang und die Ruhebereiche auf dem geschützten Platz östlich des Fachklassentrakts. Als Erweiterungsoption wird die Verlängerung des südlichen Klassentraktes bis zur Flucht der Sporthalle an der Theodor-Heuss-Strasse vorgeschlagen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.