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  • DE-79098 Freiburg im Breisgau
  • 02/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-116913)

Entwicklung Güterbahnhof Nord, Projekt A2


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    WGF Nürnberg, Nürnberg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Trojan + Trojan | Architekten + Städtebauer BDA DASL, Darmstadt (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der städtebauliche Entwurf gliedert sich grundsätzlich in drei Bausteine, die eine klar gesetzte
    Grundstruktur ergeben: Eine Rahmenbebauung entlang der Isfahanallee als Gewerberiegel
    mit zwei prägenden Kopfbauten an den Eckpunkten und eine aus Solitären zusammengesetzte
    Feldstruktur mit zwei unterschiedlichen Gebäudetypologien. Dazu kommt der
    dazwischen liegende, offene und überzeugende Freiraum. Es entsteht eine robuste und
    gleichzeitig flexible Gesamtstruktur.
    Der Gewerberand bewältigt den Maßstab durch eine gut rhythmisierte und angemessene
    Gliederung. Der südliche Abschluss leitet auf schlüssige Art in das Quartier über. Das Mischgebiet
    korrespondiert gut mit dem westlichen Quartier. Das Zusammenfassen des Mischgebietes
    zu einem großen Baufeld eröffnet eine interessante Interpretation der Nutzungsverflechtung
    von Wohnen und Arbeiten. Die vorgeschlagenen Haustypen - ein kompaktes »Galeriehaus
    « und ein riegelartiger Baukörper - prägen in einer wechselvollen und dennoch
    stringenten Anordnung das Baufeld.
    Beide Typen basieren auf der Gliederung von Gewerbe im EG und 1. OG und den darüber
    befindlichen Wohngeschossen. Der Typus des »Galeriehauses« wird in der Jury als willkommener
    Beitrag einer innovativen Verflechtung von Arbeiten und Wohnen diskutiert, wobei die Umsetzung der Wohnungsgrundrisse zu überprüfen ist. Der angebotene Anteil von Wohnen
    und Arbeiten weicht von den Werten des B-Plan-Entwurfes ab.
    Die Erschließung baut auf drei klaren Einheiten auf. Das Mischgebiet wird von einer Erschließungsstraße
    gequert, die den Gewerberand erschließt. Die rückwertige Adressbildung
    des Gewerberiegels ist gut gelöst, jedoch ist der vorgeschlagene Erschließungsweg nicht
    ausreichend. Die Bauphasen des lang gestreckten Gewerbebandes sind in sich flexibel vorgetragen.
    Der offene Innenraum erhält durch die gewählte städtebauliche Ausformung als Fuge eine
    angenehme Proportion und eine große Qualität in der Adressbildung. Der Kindergarten fügt
    sich hier ganz selbstverständlich ein. Im südlichen Bereich ist die prominente Lage der Tiefgaragenzufahrt
    und die Ausbildung des Wendehammers nicht verständlich. Insgesamt stellt
    die Arbeit einen sehr inspirierenden und innovativen Beitrag dar.