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  • DE Köln
  • 11/2005
  • Ergebnis
  • (ID 2-3544)

Ossendorfbad


  • 5. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Haustechnik: Winter Ingenieure, Düsseldorf Modellbau: Thomas Halfmann, Köln

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Halfmann Architekten, Köln (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext


    Elemente des Entwurfs

    Der Wassergraben: Basis des Konzeptes
    Der Wassergraben ist weit mehr als eine Metapher für die Badeebene. Er definiert den Freibereich und grenzt ihn gegen das Umfeld ab. Die flankierenden Stützwände machen Zäune überflüssig und begrenzen geforderte und optionale Nutzbereiche: Umkleiden, Gastronomie, Erdsauna, Liegestuhlverleih, Gebäudetechnik.
    Der Wassergraben definiert die Basis des Gebäudes und den Schwerpunkt seiner Nutzung, schafft Identifikation durch architektonische Prägnanz, vermittelt Geborgenheit und Schutz im Schatten seiner Stützwände.

    Die Landschaftsdecke: Gebaute Topographie
    Als eigenständige Schicht kleidet die Landschaftsdecke den Wassergraben aus, löst sich vom Boden und verbindet die Wasserebene mit der Landschaft. Sie wirft sich auf als lineare Fahrradüberdachung, treppt sich zu Geländeterrassen und Liegewiesen und bildet mit definierten Beckenstanzungen die Freizeitnutzung des Gebäudes.
    Wie eine gepixelte Landschicht besteht sie aus patchworkartig zusammengesetzten Flächen unterschiedlicher Funktion und Materialität: Wiesen, Grünstreifen, Sitzbänke, Baumdach, Spielfelder, Heckenspuren, Beckenumgänge, befestigte und unbefestigte Liegeflächen und Wasserbecken wechseln einander ab, überlagern, verdichten und entzerren sich zu einer vielfach vernetzten und begehbaren Gesamtstruktur.

    Der Kubus: Schutz und Ruhe
    Über Wassergraben und Landschaftsdecke schwebt der Kubus, ein nach außen fast vollständig geschlossener Körper für die introvertierten Nutzungen des Gebäudes. Präzise definierte Fensterbänder erlauben Ausblicke in die Landschaft im Fitnessbereich, die geschlossenen Außenwände des Saunageschosses schützen die Nacktheit der Besucher.
    Das eingeschnittene Lichtprisma ermöglicht die Kommunikation zwischen den verschiedenen
    Nutzungsbereichen, schafft Höhe im Bereich des Sprungturms und eine zusätzliche Belichtung
    des Schwimmbereiches mit hoher formaler Prägnanz.
    Für das Lichtprisma wird der Kubus von unten ausgehöhlt, für den Saunagarten von oben. So entsteht ein eingeschnittener und nach außen völlig geschlossener Dachgarten als ganzjähriger Außenbereich für die Saunanutzung.

    Der Raum dazwischen: Immaterielle Transparenz
    Zwischen Kubus und Wassergraben, zwischen Gebäude und Landschaft wird das Gebäude nahezu völlig transparent: Raum für die übersichtliche Erschließung und Kommunikationsebene zwischen Innen und Außen.
    Der Hallenbadbereich wird vom Freibadbereich nur durch Glas getrennt, das beidseitig Ein- und Ausblicke ermöglicht. Zur Erhöhung der Attraktivität im Sommer lassen sich die Fassadenelemente der Schwimmhalle aufschieben, so dass fließende Übergänge zwischen Freibereich und Hallenbereich entstehen.



    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.