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  • CH Bern
  • 05/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-3664)

Feuerwehrstützpunkt Forsthaus West


  • 5. Preis

    Lageplan

    Architekten
    FRANKE SEIFFERT ARCHITEKTEN, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Das Grundstück für den neuen Feuerwehrstützpunkt der Stadt Bern ist geprägt durch seine Lage im Wald zwischen Gleisfeld Murtenstraße und Autobahn sowie die geplante Kehrichtverwertungsanlage auf dem Nachbargrundstück, die, einem Tanker gleich, im Wald vor Anker zu liegen scheint. Gegen diesen mächtigen Nachbarn gilt es, sich städtebaulich zu behaupten. Durch Bündelung aller Funktionen in einem Volumen entsteht ein kompakter Baukörper, der der benachbarten Kubatur in angemessener Maßstäblichkeit gegenübertritt. Die beiden Projekte werden als städtebauliche Gesamtmaßnahme auf möglichst geringer Fläche zusammengefasst. Auf diese Weise wird der Eingriff in den Wald als prägendes Landschaftselement, Naherholungsgebiet und ökologische Ausgleichsfläche auf ein Minimum reduziert.

    Das neue Gebäude präsentiert sich selbstbewusst zur Stadt und verankert den Standort der Feuerwehr im Bewusstsein der Bürger. Die Landschaftsplanung definiert durch ein stadtseitiges Aufbrechen des Waldrandes eine Stadt- und eine Landschaftsseite.

    Das Gebäude verfügt über eine klare innere Struktur. Die horizontale Verteilung erfolgt über eine zentrale Längsachse mit abzweigenden Stichfluren. Alle Funktionen der Berufsfeuerwehr sind unter einem Dach zusammengefasst. Das Gebäude ist zugleich Wohn- und Arbeitsbereich des Personals. Daher muss es die Anforderungen an produktives Arbeiten und schnelles Agieren ebenso erfüllen wie das Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung.

    Die Höfe definieren erlebbare und nutzbare Freiräume innerhalb der Gebäudekubatur. Sie sorgen für gute Belichtung der Räume und Erschließungsbereiche und schaffen differenzierte räumliche Eindrücke. Sie dienen den Schlafräumen zugeordnet als Orte der Ruhe und Kontemplation und in den öffentlichen Bereichen als Zentren der Bewegung und Kommunikation.

    Die Fassade interpretiert die Vertikalstruktur des Waldes und schafft auf subtile Weise Bezug zur umgebenden Landschaft. Eine Betonlamellenstruktur wird wie ein Netz um das markante Gebäudevolumen gewoben. In verglasten Bereichen kommt es zu reizvollen Spiegelungen der Baumkronen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.