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  • DE-89077 Ulm
  • 03/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-120398)

Städtebauliche Entwicklung Dichterviertel Nord


  • 3. Preis

    Vogelperspektive

    Landschaftsarchitekten
    BHF Bendfeldt Herrmann Franke LandschaftsArchitekten GmbH, Kiel (DE), Schwerin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Uli Franke

    Mitarbeit
    Julia Zakharova

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Schaltraum Dahle - Dirumdam - Heise Partnerschaft von Architekten mbB, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Freiraum
    Die Bebauung des Dichterviertels bildet zu den umgebenden Verkehrstrassen eindeutige Raumkanten aus. Lediglich die Quartiersstraßen und der Flussraum der Kleinen Blau sind als eng gefasste Öffnungen in das Areal hinein formuliert, wodurch die Glacis als das Viertel im Westen einfassendes Element in ihrer Wirkung zusätzlich gestärkt wird.
    Die Freiräume im Quartier treten als Abfolge mehrerer differenziert gestalteter grüner Hofbe-reiche in den Blockinnenbereichen durch ausformulierte Einschnitte mit dem Straßenraum in Verbindung und sorgen so für eine Überlagerung von Binnen- und Stadtraum. Diese Durchgrü¬nung hebt die derzeit großflächige Versiegelung der Flurstücke des nördlichen Dichterviertels auf und beseitigt den bisherigen Mangel an Stadtgrün.
    Eine Qualifizierung des Freiraums wird aufgrund der Auflösung der Blockstrukturen erreicht. Die Hierarchisierung innerhalb der Gebäudetypologien setzt sich im Freiraum fort. Halböf-fentliches, bauplatzbezogenes Grün geht über in die parkähnlichen Bereiche in Arealmitte als quartierbezogene, öffentliche Freiräume. Verdichteter Baumbestand, unter anderem in Form von Obstbaumhainen, Wiesen und Wasserflächen sorgen für eine abwechslungsreiche Stadt- Landschaft mit hoher Naherholungsqualität. Privater, wohnungsbezogener Freiraum wird durch Abstaffelungen der Baukörper und in Form von privaten Gärten, Balkonen und Loggien zur Verfügung gestellt.
    Alle Eingänge in das Viertel sind nur für den Anwohnerverkehr mit wenigen Stellplätzen im Straßenraum und den Zufahrten zu den unter den Gebäuden liegenden Quartiersgaragen, aber vor allem für den Fußgänger- und Radverkehr zugänglich und unterstützen das Frei-raumkonzept des „ruhigen Grüns“. Die sich teils platzartig ausfächernde Wegestruktur eröffnet einen flexibel bespielbaren und vitalen Raum mit Begegnungscharakter. Öffentliche Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie der Außenraum des Kindergartens sind ebenfalls in das Wegenetz eingebunden.
    Im Bereich der neuen Brückenverbindung über die Kleine Blau wird der dort platzartig auf-geweitete Raum an der Ecke Kleiststrasse mit einem repräsentativen Grünvolumen besetzt, während zum Fluss eine Platzfläche mit Treppenanlage entsteht. Dieser freiräumliche Akzent sorgt in herausra¬gender städtebaulicher Position für eine Verknüpfung des nördlichen und südlichen Viertels und formuliert als übergeordneter Treffpunkt die neue Quartiersmitte.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.