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  • DE Mülheim an der Ruhr
  • 01/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-3695)

Städtebaulicher Wettbewerb "Neuer Hauptbahnhof"


  • Ankauf

    Schwarzplan

    Landschaftsarchitekten
    Planergruppe GmbH Oberhausen, Essen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Thomas Dietrich, Harald Fritz, Sascha Wienecke, Andreas Hegemann

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: REICHER HAASE ASSOZIIERTE GmbH, Aachen (DE), Vianden (LU), Aachen (DE), Dortmund (DE)

    Erläuterungstext
    Hauptbahnhof Mülheim – Ein urbaner Ort in grünem Rahmen

    Die Umstrukturierung des Hauptbahnhofs Mülheim bietet die Chance, auf der einen Seite dem Bahnhof eine eindeutige und großzügige Adresse zu geben, auf der anderen Seite in den dichten Norden der Stadt nutzbare Freiflächen in Verbindung mit der neuen Fuß- Radwegtrasse Richtung Ruhrtal zu bringen.
    Am Nordrand des Alleenrings gelegen, vermittelt dieses neue Freiraumkontinuum zwischen urbanem Zentrum und dichtem Wohngebiet.

    Der ‚Platz am Hauptbahnhof’
    Der Hauptbahnhof orientiert sich mit deutlicher Geste zur Stadt und ist nicht mehr zum Nebeneingang des Einkaufszentrums degradiert. Ein multifunktionaler Platz, der ‚Platz am Hauptbahnhof’ vor der großzügigen, offenen Halle empfängt die Besucher und leitet sie eindeutig in die lichte Bahnhofshalle.
    Der Platz führt als sanfte Schräge zur Eppinghofer Strasse hinunter. Der Gebäuderiegel entlang der Bahn erhält eine waagerechte Bastion zur Erschließung. In den Belag des Platzes ist der leicht abgesenkte, quadratische Kurzzeitparkplatz integriert und wird ohne Autos zum integralen Bestandteil des Platzes. Eine Reihe von Sitzbänken bieten Aufenthaltmöglichkeiten.
    Von der Stadt kommend führt eine breite Wegeachse direkt auf den Bahnhof zu, begleitet von einer Baumreihe und ‚Winkel- Lampen’.
    Die andere Seite der Eppinghofer Strasse wird von der Platanenreihe der Innenstadt bis zum Tourainer Ring begleitet. Der Osten des gesamten Erschließungsareals wird mit einem lockeren Baumraster überstellt, das diesem eher funktionalen Raum einen grün-gestalterischen Akzent gibt. Das feine Laub der Gleditsien (Lederhülsenbaum) bringt im Herbst einen besondern Farbaspekt auf den Platz.

    Der ‚Tourainer Platz’
    Wie eine Klammer umspannt der Platz das Bahnhofsareal, führt vorbei an dem neuen ‚Dieter-aus-dem-Siepen-Park’ vorbei und bietet an der Nordseite einen kleinen Platz, der ‚Tourainer Platz’ zur Nordstadt mit Taxi- Vorfahrt.

    Grünes Parken
    Durch den Abriss der Hochstrasse und die Aufwertung des Tourainer Rings als Allee werden nördlich der Bahn nutzbare Freiräume gewonnen.
    Der östliche Bereich wird, mit Bäumen überstellt und Rasenfugenpflaster, zu einem grünen Parkplatz mit Kiss and Ride’ und ‚Park and Ride’.

    Jugendpark
    Auf der Westseite entsteht ein Treffpunkt für ältere Kinder und Jugendliche mit Streetball- Angeboten und einer Bodenskulptur, die sich zum Aufenthalt aber auch zum Skaten eignet. Auch dieser Bereich ist locker mit Bäumen überstellt. Die dornenlose Form der Gleditsie bildet auch hier ein transparentes Blätterdach.

    Der Park über der Stadt
    An Stelle des vernachlässigten Bahnhofsgebäudes und des untergenutzten ‚Dieter-aus-dem-Siepen-Platzes entsteht ein Park, der neue Perspektiven auf die Stadt eröffnet.
    Der ‚Dieter-aus-dem-Siepen-Park’ steigt zu beiden Seiten der Eppinghofer Strasse an. Auf der Westseite der Straße wird der Schwung des östlichen Parkbereichs mit einer flachen Rasenschrägen aufgefangen. Damit werden gleichzeitig die Stellpätze zum Wohngebiet abgedeckt.
    Auf der Ostseite führt eine gradlinige Treppe zügig nach oben. Eine Rampe läuft im Zick-Zack zum bequemen Anstieg hoch in den Bahnpark und damit auch zur Fuß- Radwegtrasse. Oben angekommen weitet sich ein Platz auf, der unter der weitergeführten Rasenschräge und an der rückwärtigen Halle Einblicke in die darunter liegende Bahnhofsebene bietet.
    Das lineare Element des Radwegs wird durch eine Baumreihe weithin sichtbar markiert. Standortgerechte Robinien mit goldgelbem Laub heben sich von dem Grün des Parks ab.

    Beleuchtung
    Der ‚Platz am Hauptbahnhof’ wird aus dem Dach heraus mit Downlights, durch Baumstrahler unter der Baumreihe und durch die unterleuchteten Bänke sehr dezent illuminiert.
    Die Unterführungen der Radwegtrasse und der Bahn wird zum einen durch Öffnungen in der Brücke direkt belichtet. Die Wände werden zu hinterleuchteten Kunst-Objekten.
    Der Tourainer Platz und der Jugendpark auf der Nordseite werden ebenfalls durch die ‚Winkel- Lampen’ beleuchtet.
    Die Fußgängerbrücke über den Tourainer Ring wird zum Lichtobjekt.
    Im ‚Dieter-aus-dem-Siepen-Park’ werden Treppe und Rampe mit ‚Orientierungstrahlern’ beleuchtet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.