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  • DE-48607 Ochtrup
  • 03/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-124934)

Neugestaltung von Teilbereichen der Fußgängerzone


  • ein 3. Preis

    chora blau, © chora blau Landschaftsarchitektur

    Landschaftsarchitekten
    chora blau Landschaftsarchitektur, Hannover (DE), Hannover (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Markus Schmidt , Björn Bodem , Dr. Marcus Cordes

    Mitarbeit
    Adrian Reinboth, Manou Ney

    Preisgeld
    4.000 EUR

    Erläuterungstext
    Lambertus trifft Laurenz

    Ochtrup in textiler Tradition
    Der sich bis an die angrenzenden Gebäudekanten ausdehnende Kirchplatz erhält ein neues, einheitliches Erscheinungsbild, mit dem er an die umlaufenden Straßenräume anschließt und im nördlichen Bereich den Radfahrern und Fußgängern mehr Präsenz einräumt. In Anlehnung an die prächtigen Bürgerhäuser und die Materialität des Kreisels am alten Bülttor werden weiße Applikationen auf rötlich-grauem Belag verwendet. Ein edles Kleid aus rötlich-grauem Naturstein legt sich um das Bauwerk und geleitet den Gast intuitiv in die Altstadt. Das Natursteinpflaster wird in der Erscheinung eines Webmusters verlegt und greift in seiner Ausrichtung die Längsachse des damaligen, romanischen Kirchbaus auf. Die bereits vorhandenen, erhaben wirkenden Bäume markieren die Eingangssituation und lenken zudem den Blick auf das Portal der Kirche. In ihrer Anordnung bilden sie räumliche Orientierungslinien, die in die Altstadt von Ochtrup hineinführen. Der aufgewertete Lambertusbrunnen sowie die wie Zierknöpfe wirkenden Baumscheiben, die zugleich als Sitzelemente fungieren, verstärken den einladenden Charakter und schaffen Orte zum Verweilen. Entlang der Gebäudekanten führen feine Linien im Belag den Besucher an den Bäumen vorbei und verweben so den neu gestalteten Kirchplatz mit der Stadt. Die bereits bestehenden Funktionsbereiche werden aufgegriffen und in die neue Platzgestaltung integriert. So entsteht ein Saum, der ausreichend Platz für die Bestuhlung der gastronomischen Einrichtungen bietet. Im südöstlichen Bereich des Platzes entsteht ein Veranstaltungsort, der zugleich als Platz für wechselnde Märkte und Festveranstaltungen fungiert. Als Faltung im neuen Gewand des Platzes zeichnen sich hier zwei flache Kanten ab, die zur Kirche hin Platz für eine Bühne schaffen und in Form einer auslaufenden Stufenanlage die vorhandene Topographie akzentuieren. Als Sitzstufen ausgebildet formulieren sie gemeinsam mit den Bänken unter der vorhandenen Zierkirsche einen Ort der Kommunikation, der zum Treffen, Feiern und Verweilen unter der ausladenden Krone der alten Kirsche einlädt.

    Vor dem Tore - Bindeglied zwischen Alt und Neu
    Am Übergangsbereich von der nördlichen zur südlichen Fußgängerzone wird ein neuer Platz formuliert, der als städtebauliches Gelenk die Nordsüdrichtung der Einkaufsstraße aufgreift und stärkt. Aufgrund der Lage vor dem alten Weinertor wird der Platz „Vor dem Tore“ genannt. Hier wird die Laufspur der nördlichen Bahnhofstraße aufgegriffen und mit einem durchlaufenden Pflasterbelag in den südlichen Bereich fortgeführt. Inmitten des Platzes befindet sich ein mit großformatigen Natursteinplatten markierter Aufenthaltsbereich. Eine lang gestreckte Sitzbank mit Holzauflagen betont den Verlauf der Fußgängerzone und schafft im Schatten zweier Blasenbäume einen ruhigen und erholsamen Ort am Brunnen der Stadtgeschichte. Gegenüber dem Bankelement wird eine Reihe aus Kirschbäumen gepflanzt, die den Platz an seiner Westkante begrenzt und Bezüge zu den Obstgehölzen an Laurenzstraße und dem Kirchplatz aufbaut. Die Erschließungsbereiche werden durch abgesenkte Borde im Oberflächenbelag markiert und an dem Aufenthaltsbereich entlang geführt. Es entsteht ein Übergang zum Straßenraum, der durch begleitende Straßenbäume die Verbindung zum Marktplatz hervorhebt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 04.04.2013, 13:43
Zuletzt aktualisiert 11.09.2013, 16:29
Beitrags-ID 4-66085
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