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  • DE-80287 München
  • 01/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-115680)

Modernisierung U-Bahnhof Sendlinger Tor


  • ein 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Visualisierer
    beyer images, Wien (AT)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Katzberger ZT GmbH, Wien (AT)
    Lichtplaner: Die Lichtplaner, Limburg (DE), Absam (AT), Wesel (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt vor allem auf der konzeptionellen Ebene als eine räumliche Strategie. Die Verfasser schaffen geordnete und beruhigte Räume von großer Klarheit und angenehmer Atmosphäre. Ihre Absicht, dabei Raumsequenzen zu schaffen, die die unterschiedlichen Raumqualitäten stärken und ihre Besonderheiten herausarbeiten, wird als ausgesprochen tragfähig angesehen.
    Hierin liegt die große Stärke des Konzeptes.
    Die Räume gliedern sich in ein Sperrengeschoss mit Lichtobjekten, die als Akzentbeleuchtung Heiterkeit vermitteln und dem Ort eine besondere Aufmerksamkeit und Wertigkeit verleihen.
    Von dort geht es zu den farbig akzentuierten Bahnsteigen, die dem Sendlinger Tor für den Fahrgast einen hohen Wiedererkennungswert verleihen.
    Die Verbindungsspange auf Ebene U1/U2 vermittelt zwischen den U-Bahnen mit einer ruhigen, schlichten Gestaltung, die hell und unaufgeregt zu den Bahnsteigen führt.
    Auf den Bahnsteigen wird mit Akzentfarbe, Lichtführung und einer narrativen Wandgestaltung Atmosphäre erzeugt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Behandlung der Decke U3/U6 mit gekurvtem Plafond und Lichtfuge, die den Raum mit einfachen Mitteln strukturiert. Ähnlich entspannt wird durch Erhalt einer der blauen Stützenverkleidungen im Sperrengeschoss an das AIDS-Memorial erinnert.
    In der Umsetzung ergeben sich jedoch einige Fragen im Detail, die der Klärung bedürfen. Die Lichtobjekte im Sperrengeschoss werden kritisch gesehen bezüglich Höhe und Material. Der Zusammenhang von Lichtobjekten und Signaletik ist unklar. Der Installationsraum ist zu knapp bemessen und sollte nicht am Rand geführt werden. Insofern ist die Bauhöhe der Leuchten in Frage zu stellen. Die Decken und Wandverkleidungen müssen elementierbar sein. Hier wären zum besseren Verständnis Fugenbilder und Revisionsmöglichkeiten zu entwickeln.
    Das Material der kupfernen Wandverkleidungen an den Gleisen unterliegt der bauphysikalischen Veränderung, der angestrebte Effekt wäre ggfs. auch mit einem anderen Material dauerhaft zu erreichen. Der Orangeton hat eine hohe Verwandtschaft mit dem Marienplatz. Hier wäre zu erwägen, ob bewusst diese Verwandtschaft gesucht werden soll oder ob das Alleinstellungsmerkmal des Sendlinger Tors im Vordergrund stehen sollte.
    Insgesamt eine schlüssige Arbeit, die interessante Ansätze zur Lösung der Aufgabe bietet.


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