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  • DE-80287 München
  • 01/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-115680)

Modernisierung U-Bahnhof Sendlinger Tor


  • ein 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Lichtplaner
    Dinnebier-Licht GmbH, Wuppertal (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: BHBFH Gesellschaft von Architekten mbH, Üxheim (DE)
    Architekten: BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH Berlin: Busmann Haberer Bohl Vennes Tebroke, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit 1001 besticht durch ein einfaches und schlüssiges Konzept. Durch Nutzung weniger Elemente wird die komplexe Umsteigestation Sendlinger Tor in allen drei Ebenen als Ganzes erlebbar. Decken und maßgebliche Wände an den Vertikalverbindungen werden mit einem freien Lochmuster überzogen. Während die Wände mit hinterleuchteten, bedruckten Glastafeln verkleidet werden, sind die Decken mit gelochten Blechtafeln unterspannt. Dadurch erfährt der Raum in der Vertikalen wie Horizontalen eine räumliche Tiefe bzw. eine gewisse reizvolle Weichheit. Die Idee, durch die Löcher in den Decken die dahinter liegenden, farbig behandelten Installationen plus die Rohdecke sehen zu können, wird vom Preisgericht in der Umsetzung in den folgenden Punkten kritisch gesehen:
    - Größe der Paneele in Bezug zur einfachen Revisionierbarkeit.-
    - Gleichmäßigkeit der farbigen Hintergründe (wie visualisiert) im Kontext unterschiedlicher Rohdeckenhöhen und hoher Installationsdichte.
    Als Gegenpol zu den gelochten bzw. mit Lochmuster versehenen Decken plus Wandpaneelen sind die Bahnsteigrückwände mit anthrazitfarbenen Faserbetonplatten verkleidet. Diese Rückwände werden durch farbige Lichtbänder von oben nach unten akzentuiert. Insgesamt entsteht ein feines, schlüssig abgestimmtes Raumgefüge, das Farbe plus gelochte bzw. bepunktete Flächen geschickt kombiniert. In Summe bleibt jedoch zu prüfen, ob die Feinheit und Einfachheit der Entwurfsidee die notwendige Signaletik übersteht. Die zentral stehende, orange eingefärbte Infowand, welche die U3/U6 mit dem Sperrengeschoss verbindet, wird kritisch gesehen, da diese den Umsteigeverkehr lenkt, was der Dezentralisierungsidee der Verkehrsplanung entgegensteht. Ferner führt die Wandscheibe an dieser Stelle zu einer ungewollten Einengung. Die Farbwahl für die gesamte Station wird im Preisgericht kontrovers diskutiert, da die U-Bahnstationen in der Vergangenheit durch den Wechsel der Farbe von Station zu Station zu einer guten Orientierung der Fahrgäste beitrugen. Insgesamt wird die helle, freundliche Farbstimmung des Entwurfs vom Preisgericht sehr positiv aufgenommen. Auf das AIDS-Memorial reagiert der Entwurf nicht.