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  • ein 2. Preis Teilbereich Übersee-Portment 1 & 2


    Bauphysiker
    ARCHITEKTURBÜRO FRENZ_SCHWANEWEDEL_BOLLMANN, Bremen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Andrea Heddens, Arend Stadtlander

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: Gisbert K. Jungermann Architekturillustrationen, Dänischenhagen (DE)

    Erläuterungstext
    Der Ort:

    Die Überseestadt, das Gebiet des ehemaligen Bremer Freihafens, ist einerseits von den noch funktionierenden Hafenaktivitäten, andererseits von den Transformations- und Umnutzungsprozesse geprägt.

    Seinen Charme und seine Qualitäten bezieht das Gebiet aus seiner Patina, seinem weiten Horizont sowie seiner Nähe zum Wasser einerseits, andererseits aus dem Gefühl der vorhandenen Möglichkeiten und Freiheiten, diese Räume jetzt mit neuen Ideen füllen zu dürfen.

    Das Wettbewerbsgebiet liegt an einer Stelle, wo sich die neuen und die alten Nutzungen des Hafens treffen. In der Silhouette der gegenüberliegenden Schuppengebäude am Europahafenbecken wird die alte Nutzung sichtbar, aber auch im weiteren Umfeld sind Zeugen der industriellen Vorprägung präsent und prägen den Charakter des Ortes.

    Aus der Architektursprache dieser ortsspezifischen Eigenschaften haben wir die Gestalt der Neubauten abgeleitet.

    Bei denen an der Hafenkaje gelegenen Wohnhäusern wird durch die Sheddächer die Verwandtschaft zu Bestehendem sichtbar, aber auch der Materialwechsel von Ziegelmauerwerk und Betonwerksteinelementen interpretiert die vorhandene Architektursprache neu. Gleiches gilt für die gleichförmige Rasterung der Bürohausfassade, die sich in der vorhandenen Speicherarchitektur spiegelt.


    Wohnen und Arbeiten:

    Zwei Vorgaben bestimmen den Wohnungsbau. Der Ort sowie die Anforderungen an das Leben, aus diesen haben wir die Wohngrundrisse entwickelt.

    Die örtlichen Gegebenheiten sowie die städtebaulichen Setzungen und die daraus resultierende Volumetrie und Ausrichtung der Wohnungen wurden im Wesentlichen aus der Auslobung übernommen.

    Lediglich der Treppenhauskern wurde zugunsten eines zentral gelegenen Treppenhausauges, das eine natürliche Belichtung des Treppenhauses ermöglicht, modifiziert.

    Durch diese Intervention verändern sich entsprechend die Wohnungszuschnitte.

    Die Grundrissanordnung in den Wohnungen beruht auf von uns erdachten Wohnungsbiografien, das heißt es wurden Lebenssituation und spezifische Wohnungsnutzungen erfunden und im Plan niedergeschrieben.

    Unseres Erachtens sollten, neben den haustechnisch bedingten Setzungen für Küche und Bad, die architektonische Ausgestaltung und Zuordnung der Wohnräume variabel und neutral sein.

    Die individuelle Aneignung der Wohnungen durch die Bewohner sollte damit in einer großen Bandbreite ermöglicht werden.

    Dies gilt auch für die Penthousewohnungen, deren spezifische Eigenschaft durch jeweils zwei Dachgärten mit unterschiedlicher Charakteristik unterstrichen wird.

    Die in der Auslobung genannten flexiblen Büroaufteilungsvarianten werden übernommen, lediglich die Ausgestaltung der Treppenhauskerne wird spezifiziert.

    Im obersten Geschoss wird eine umlaufende Dachterrasse angeboten, so dass analog zur Penthousenutzung in den Wohnhäusern auch im Bürogebäude das oberste Geschoss eine besondere Charakteristik erhält.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 16.04.2013, 14:35
Zuletzt aktualisiert 22.04.2013, 15:51
Beitrags-ID 4-66713
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