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  • DE-82229 Seefeld
  • 04/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-125247)

Neubau Rathaus


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Carola Stürzer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Dannheimer & Joos Architekten GmbH, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser schafft durch die Lage des Baukörpers zur Straße und zum Krankenhaus, das mit seiner heterogenen Baustruktur den Ort bisher beherrschte, eine neue Situation. Einerseits kann das Rathaus in Form und Höhe sich behaupten und durch seine Lage zur Straße zeigt es genügend Präsenz als neue Mitte. Das Vorfeld des Zugangs ist ausreichend proportioniert und der Baukörper reagiert mit seinem Abstand angemessen auf die westlichen Krankenhausfenster. Mit seiner Ausformung und seiner Höhenentwicklung will sich das Rathaus bewusst von der umgebenden Bebauung absetzen und so auf seine Bedeutung für den Ort und seine Funktion hinweisen.
    Die archaisch knappe Form mit seinen gesetzten Öffnungen verzichtet auf gängige Gestaltungsmittel; die einfache Putzfassade erscheint für den Ort angemessen.
    Die Ausformung der inneren Arbeits- und Erschließungsbereiche lässt, unterstützt durch die großflächige Oberlichtverglasung, angenehme Arbeitsverhältnisse und hohe räumliche Qualitäten erwarten.
    Zugang und Eingangsbereich der Erdgeschosses Halle mit den angrenzenden Serviceeinrichtungen überzeugen durch Offenheit und Durchwegung zum Parken und zum Garten. Die Anordnung der Büros und die Dienstleistungsbereiche sind logisch gemäß dem Publikumsverkehr auf die Geschosse verteilt; im Erdgeschoss das Einwohnermeldeamt mit Nebenräumen, im ersten Obergeschoss der Sitzungssaal, Trauung Zimmer und Sozialraum gleichsam als „Beletage“ mit großzügigen Öffnungen und Ausblicken.
    Die Freibereiche im Süden mit der Parkierung lassen eine differenzierte Aussage vermissen. Der Verfasser schlägt eine oberirdische Parkierung vor. Die Erstellung einer Tiefgarage auf gleicher Fläche ist jederzeit möglich, wenn politisch gewollt. Eine akustische Abschirmung der oberirdischen Parkflächen gegenüber dem Krankenhaus sollte überlegt werden.

    Die zentrale Treppe ist von großzügigen Erschließungsflächen mit Deckenöffnungen begleitet, die sowohl für die Bürger als auch für die Mitarbeiter im Haus zahlreiche Sichtbezüge und ein räumliches Erlebnis erzeugen.
    Die südlichen Zugänge über die Rathauswiese zum Parken und zum Sitzungssaal sind genauso wie die Zufahrt zur oberirdischen Parkierung funktionsgerecht angeordnet.
    Der klar strukturierte Grundriss mit seinen angemessenen Spannweiten und dem für diese Aufgabe notwendigen Technik und Materialkonzept lässt sowohl für die Erstellung als auch für den Unterhalt annehmbare Kosten erwarten. Die wirtschaftlichen Kenndaten des Entwurfs liegen im günstigen Bereich.
    Gebäudestruktur und Dachkonstruktion lassen fast alle der im Energiekonzept mit großer Bandbreite geschilderten, heute technisch möglichen, zum Teil notwendigen Maßnahmen am Gebäude zu. In der weiteren Bearbeitung müssen die Maßnahmen untersucht und ihre Ausgewogenheit überprüft werden.
    Die Arbeit überzeugt mit einem starken Entwurf, der in städtebaulicher Hinsicht eine positive Neuordnung der Situation herbeiführt, durch seine innenräumlichen Qualitäten und funktionalen Vorzüge eine Arbeitswelt mit Atmosphäre erwarten lässt und durch sein Erscheinungsbild der Bauaufgabe eines Rathauses gerecht wird.


INFO-BOX

Angelegt am 29.04.2013, 21:57
Zuletzt aktualisiert 28.07.2014, 10:56
Beitrags-ID 4-67194
Seitenaufrufe 136