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  • DE-50733 Köln
  • 04/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-139003)

Wohngebäude im Clouth-Quartier


  • Teilnahme


    Architekten
    schultearchitekten gmbh, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf (DE)

    Erläuterungstext
    Der städtebauliche Entwurf sieht, abgeleitet aus der vorhandenen Baukörperstruktur, klare Raumkanten zum öffentlichen Raum vor. In Anlehnung an die industrielle Vergangenheit des Areals schlagen wir für die Baufelder 12 und 8 Gebäuderiegel vor, die in der modularen Struktur der Fassaden sowie der Textur der Materialität mit Zitaten der Bestandsgebäude arbeiten.

    Die Fassaden aus Sichtbetonbändern mit Ausfachungen aus geschlämmten Klinkerflächen sowie der Textur aus eloxierten Metallschiebeelementen interpretieren den Formenkanon der historischen Bausubstanz und entwerfen mit der neuen Formsprache ein eigenständiges, hochwertig gestaltetes Quartier.

    Das Wechselspiel von geschlossenen Fassadenköpfen in den Kreuzungsbereichen und horizontal gegliederten Mittelzonen rhythmisiert die langen Fassadenabwicklungen und ist abgeleitet aus dem städtebaulichen Ansatz. Der Gebäuderiegel in Baufenster 8 fasst den Eckbereich und das Abschwenken der Haupterschließung durch ein lineares Kopfgebäude.

    Abgeleitet aus dem städtebaulichen Entwurf zum Bebauungsplan entsteht zwischen den Gebäuderiegeln an der Planstraße und dem Park ein Quartier in offener Bauweise, das die Membranwirkung zwischen der klar gegliederter Fabrikstadt und dem Landschaftsgrün des Parks entwirft.

    Die Gebäude in 3 -4 geschossiger Bauweise sind aus den Gestaltungselementen der Gebäuderiegel an der Planstraße entwickelt. Durchgesteckte Grundrisse öffnen die Fassaden und spiegeln die Membranfunktion wider. Durch einen Gebäudesockel der Erdgeschosszone wird Distanz zum öffentlich / halböffentlichen Raum geschaffen.

    Die viergeschossigen Baukörper an den Stichwegen in den Park sind mit Lochfassaden zum öffentlichen Raum kubisch gestaltet und fassen somit räumlich die Zugänge in den Park. Somit entsteht eine homogene Quartierlandschaft auf einem ebengleichen Freiflächenteppich mit einem Wechselspiel von Freiflächen und Plätzen unterschiedlicher Wertigkeit, so dass die Wohngebäude wie heraus gestanzte Elemente in Erscheinung treten.

    Dabei bilden sich unter anderem städtische Eingangsplätze sowie Spielflächen in den geschützten Bereichen aus. Zur Parkkante mit dem erhaltenswerten Gehölzbestand hin bildet sich eine Promenade aus. Die fußläufige Wegeanbindung an den Park erfolgt in einer zweistufigen Hierarchie. Neben den übergeordneten befestigten Wegen führen Trittplatten durch den Baumbestand auf die Rasenfläche des Johannes Giesberts Parkes.

    Besonders prägend für den Entwurf sind die herausgearbeiteten Wechselwirkungen des Wohngebietes mit dem Park. Hervorzuheben ist neben dem sensiblen Umgang mit dem vorhandenen Gehölzbestand im östlichen Plangebiet die Verzahnung mit dem Park durch lineare Parkbaumpflanzungen (verschiedene mittelgroße Ahornarten) in Ost West Richtung.

    Die vorgenannten Platzbereiche werden durch Gehölze mit besonderem Blühaspekt (Judasbaum – Cercis siliquastrum) akzentuiert. Die straßenbegleitende Bepflanung orientiert sich an der städtebaulichen Rahmenplanung und sieht entlang der Nord-Süd Erschließungsstraße die Pflanzung von Gleditschien (Gleditsia triacanthos 'Skyline') vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.