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  • CH-9630 Wattwil
  • 01/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-97571)

Neubau Bahnhofgebiet Süd


  • 1. Rang 1. Preis

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    Architekten
    Ana Sofia Goncalves Dipl. Arch. ETH, Zürich (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Stephan Hausheer, Zürich (CH)
    Bauingenieure: Basler & Hofmann Ingenieure und Planer AG, Zürich (CH), Zollikofen (CH), Luzern (CH)
    Verkehrsplaner: Stadt Raum Verkehr Birchler und Wicki, Zürich (CH)
    Projektentwickler: Zeugin Gölker Immobilienstrategien, Zürich (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Überarbeitung des Entwurfs zeigt wenig Wandel. Die städtebauliche Disposition bleibt in Lage, Anzahl der Gebäude und der Höhenentwicklung unverändert. Diese Haltung wird abermals kontrovers diskutiert. Die Konzeption orientiert sich nach wie vor an der bestehen-den Situation und versucht eine Antwort aus dem Ort heraus zu entwickeln. In Maßstab und Proportion wird eine differenzierte Erscheinung gesucht. Betont wird diese durch die Staffelung in Höhe und Tiefe, sowie durch die Materialisierung der aufgelösten Baukörper.

    Der Vorschlag weist auf verschiedenen Ebenen sehr wertvolle und stimmungsvolle Qualitäten auf. So entsteht mit dem durchlaufenden Erdgeschosssockel und der Weiterführung der Dachkante des Bushofs ein öffentlicher Straßenraum von städtischem Charakter. Gleichzeitig kann ein Platz zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Neubau geschaffen und in einer verwandten Formensprache gefasst werden. Die über dem Sockelgeschoss angeordneten großzügigen Dachgärten bieten private Außenräume an privilegierter, zentraler Lage. Die Loggien zur Bahnseite zeigen Qualität. Die Loggien der Unmittelbar an der Bahn-hofstrasse liegenden Wohnungen sind ungelöst.

    Über dem Sockelgeschoss sind die Wohnbauten als freistehende Gebäudekörper in additiver Anordnung konzipiert. Diese einzelnen Wohnbau-Körper stehen aber sehr nahe beieinander. Die dadurch entstehenden Zwischenräume werfen nach wie vor zahlreiche Fragen auf. Es wird erneut auf die Problematik der Einsehbarkeit und die Belichtung -besonders in den unteren Wohnungen - hingewiesen. Ebenso muss der Brandschutz und eine mögliche Intensivierung des Schallschutzes in diesen Bereichen überprüft werden. Diese an sich spannenden Zwischenräume sollten alltagstauglich gemacht werden und angemessene Privatheit und Kommunikation zulassen.
    Positiv bleibt auch in der Überarbeitung, dass die Wohnungen sich mehrheitlich zum Gleisraum orientieren, also von der ruhigeren Lage und der Südwest-Sonne profitieren. Auch bieten die Grundrisse ein differenziertes Wohnangebot.

    Die durchgehenden Gewerberäume im Erdgeschoß drängen die Eingänge auf die Seite der Perrons und verfehlen die gewünschte Adressbildung - ”Ich wohne in der Bahnhofstrasse”. Hier sollten die Eingänge entsprechend der ersten Phase gut erfahrbar ausgeführt und mit den künftigen, gewerblichen Nutzern abgestimmt werden. Ebenso ist der Verlauf der Treppen der Querbauten vom Erdgeschoss in das erste Obergeschoss zu überprüfen. Auch die notwendigen Abstände zum Bahnhof für die benötigten Busradien sind zu überprüfen.

    Über das Gesamte betrachtet überzeugt das Projekt mit seiner städtebaulichen Setzung. Es wird viel räumliche Stimmung geboten ohne den Maßstab zu sprengen. Die aufgezeigte Etappierbarkeit lässt sich gut umsetzen.


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