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  • CH-9630 Wattwil
  • 01/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-97571)

Neubau Bahnhofgebiet Süd


  • 6. Rang

    kein Bild vorhanden
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    Architekten
    Degelo Architekten, Basel (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Gleichsam zufällig besetzen sechs Bauten entlang einer klaren Kante das Grundstück zwischen Bahnhofstrasse und Bahngleis. Je Bauabschnitt verschmelzen zwei dieser Gebäude im Erdgeschoss zu größeren Verkaufsflächen. In den Zwischenräumen nähern sich die Häuser auf ein spannendes Maß, versuchen sich zum Teil über winkelförmige Grundrisse zu verzahnen und evozieren urbane Dichte. Die Staffelung mit großen Terrassen in den Obergeschossen unterstützt diesen beabsichtigten Charakter.
    Diese städtebauliche Grundhaltung wird positiv aufgenommen. Die interessanten Freibereiche zwischen den Gebäuden im 1. Obergeschoss sind nicht lesbar dargestellt.

    Die sechs Häuser sind kompakte, sparsam erschlossene Gebäude mit je drei Wohnungen pro Geschoss. Die Grundrisse selbst sind knapp bemessen, geometrisch strukturiert und bieten eine angenehme Vielfalt. Der beabsichtigten Qualitätssteigerung durch Ausrichtung der Wohnungen in mehrere Himmelsrichtungen steht die Enge der Zwischenräume gegen-über, die besonders in den unteren Geschossen zu Konflikten führen könnte.

    Die Architektursprache ist zurückhaltend konventionell und sucht Anleihen im japanischen Gegenstück. Inhalt und Form sind hier aber nicht deckungsgleich. Der weiße Mauerziegel wird konsequent über alle Gebäudeteile geführt. Dies führt im Besonderen in der Erdge-schosszone zu einer wenig lesbaren und erlebbaren Geschäftszone. Die Verknüpfung zu größeren zusammenhängenden Flächen scheint gegeben.

    Die baukünstlerische Haltung im Norden zum Bahnhofplatz entspricht zu wenig dem Ort, eine stärkere Öffnung wäre auch hier wünschenswert. Die Gestaltung der Freiräume und des neuen ”Boulevards” wird nur zögerlich angedeutet, ebenso die Oberflächen zur Bahn. Die selbst auferlegte Konsequenz im Projekt führt zum Schematismus und steht im Kontrast zu den sonst gelungenen Überlegungen für den Ort.


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