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  • DE-70597 Stuttgart
  • 04/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-121216)

Erweiterung Sonnenberg Klinik


  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    w+p Landschaften, Berlin (DE), Offenburg (DE), Schiltach (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Hans-Jörg Wöhrle

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Broghammer Jana Wohlleber, Zimmern ob Rottweil (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das zunächst auffallende an dieser Arbeit ist, dass der Neubau deutlich vom Altbau abgerückt wird. Durch die Ausbildung von 2 winkelförmigen Baukörpern gelingt eine sehr schöne, intensive Verzahnung mit der Landschaft. Die Steinbruchkante wird zum Eingangshof und zum darüber liegenden Speisesaal gerade zu inszeniert. Es entstehen mit Alt- und Neubau zwei unterschiedliche Zonen, denen konsequenterweise zwei Eingänge zugeordnet werden. Durch den Versuch der klaren Verteilung der Funktionen soll diese konzeptionelle Haltung noch unterstrichen werden. Im Neubau zum Grünraum, zur ruhigen Lage orientiert, sind die Wohnbereiche und die Einzeltherapieräume. Im Altbau werden die eher halböffentlichen, stärker frequentierten Nutzungen untergebracht, wie Gruppentherapie, Konferenz- und Verwaltungsräume. Leider wird dieses Prinzip nicht durchgestanden. So hat die Aufteilung der Therapieräume auf Alt- und Neubau funktionale Nachteile. Vollends überraschend ist die Unterbringung einer isolierten Wohngruppe in einer Art Penthousegeschoss im Altbau. Nachteilig ist sicherlich die Orientierung verschiedener Wohngruppen und Einzelzimmer nach Osten und damit die Schaffung unterschiedlicher Wohnraumqualitäten, sowie die störenden Blickbeziehungen, die durch die Anordnung verschiedener Wohngruppen über Eck entstehen. Die Zufahrt zur Tiefgarage am Südende des Gründstücks hat den Charme, dass keine Beeinträchtigungen für den Klinikbetrieb auftreten, das große, begrünte Tiefgaragendach ist aber eher unwirtschaftlich. Positiv muss die aufgezeigte Bauabschnittsbildung erwähnt werden, die den Weiterbetrieb des Bestands während der Bauzeit gewährleistet.

    Zusammenfassend kann angezweifelt werden, ob dieses weite Abrücken des Neubaus, die Vorteile bringt um den Nachteil der langen Wege zu kompensieren, zu Mal der groß inszenierte Eingangshof nur einen Nebeneingang umschließt.