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  • DE-82360 Weilheim in Oberbayern
  • 05/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-122446)

Schulzentrum Schongau


  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    club L94, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB, Nürnberg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser erweitert das bestehende Schulareal lediglich durch großmaßstäbliche Gebäudeteile, die das heterogene Umfeld ordnen. Er erreicht dies, indem Grund-, Mittel- und Realschule in einem Gebäude situiert werden, welches an die jeweiligen Bestandsgebäude angebunden ist. In einem zweiten Gebäudeteil wird die Erweiterung des Gymnasiums an den Bestand angegliedert. Durch das Zusammenfassen der drei Schulen entsteht ein eigenständiger städtebaulicher Beitrag, der den Raum wohltuend zur Bürgermeister-Lechenbauer-Straße schließt und hierdurch entsprechend großzügige und äußerst qualitätsvolle Freiräume im Inneren des Schulareals ermöglicht. Die jeweiligen Schulen sind klar erschlossen. Die baumbestandenen Pausenflächen sind von hoher Qualität und den jeweiligen Schulen zugeordnet, wobei der Pausenhof der Grundschule zu weit von der Pausenhalle entfernt liegt. Positiv bewertet wird auch der eigenständige Freibereich des Horts. Ebenfalls positiv bewertet wird die Zweigeschossigkeit der Grund-, Mittel- und Realschule. Die dreigeschossige Erweiterung des Gymnasiums sitzt zu dicht am Bestandsgebäude; die geplante Fuge ist so nicht vorstellbar. Die vorgeschlagenen Fassaden wirken teilweise monoton.

    Die innere Funktion sowie die Innenräumlichen Qualitäten beider Schulkomplexe werden sehr kritisch beurteilt und sind in der vorgeschlagenen Form nicht umsetzbar. Dies gilt insbesondere für das Zusammenführen der drei Schultypen in einem Gebäude. Hier ist eine klare Trennung erforderlich. Die Schnittstellen sind nicht gelöst und durch das Zusammenführen der einzelnen Einrichtungen geht die eigenständige Identität der Schulen verloren.
    Gelöst ist die Eingangssituation der Grundschule; Pausenhalle, Mehrzweckraum und Speisesaal können als ein Raum genutzt werden. Bemängelt wird jedoch, dass die Mittagsbetreuung an der Pausenhalle liegt.
    Die Erschließungsbereiche sind zu lang und weisen keine Qualität auf. Die Ausbildung von Lernlandschaften ist grundsätzlich nicht möglich. Die Belichtung der Klassenräume über den schmalen Innenhof ist so nicht vorstellbar. Den besonderen pädagogischen Bedürfnissen von Grundschulkindern wird nicht Rechnung getragen. Ein Fachraumprinzip ist im Bereich der Realschule ist angesichts der Weglängen im Gesamtschulhaus kaum umsetzbar.
    Die Eingangssituation des Gymnasiums in Verbindung mit der Pausenhalle ist gelöst. Die Lage der Verwaltungsräume ist gut. Die zweibündige Anordnung der Unterrichtsräume wirkt monoton; Lernlandschaften sind auch hier nicht umsetzbar.

    Das Energiekonzept erscheint der Aufgabenstellung angemessen. Die Kennwerte liegen jeweils im Durchschnitt. Der kompakte Baukörper lässt niedrige Investitionskosten erwarten, die leicht unter dem Durchschnitt liegen. Gleiches gilt für die Betriebskosten.

    Die Arbeit stellt durch das klare städtebauliche Statement einen eigenständigen Beitrag dar, der große Qualitäten in den Außenbereichen vorweist. Stark bemängelt werden jedoch die Verknüpfung von Grund-, Mittel- und Realschule in einem Gebäude sowie die innenräumlichen Defizite.