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  • DE-82360 Weilheim in Oberbayern
  • 05/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-122446)

Schulzentrum Schongau


  • 5. Preis

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    Büro Freiraum Landschaftsarchitekten - Johann Berger, Freising (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Fuchs und Rudolph Architekten, München (DE)

    Erläuterungstext
    Die einzelnen Schulen im Schulzentrum erhalten jeweils individuelle, dem Bestand und dem Bedarf angepasste, Neubauten und Ergänzungen. Der Freiraum bindet die Einrichtungen aneinander und schafft eine gemeinsame Identität.

    - Eine neukonzipierte klar erkennbare Durchwegung mit eindeutigen Adressen der unterschiedlichen Schulen mit einheitlichem Belag.
    - Betonung der Zugänge mit Blütenbaumreihen und Belagswechsel.
    - Optische Trennung der individuellen Schulbereiche mit Einbauten und Vegetationsstrukturen am Rand der freien Linienführung der Durchwegung, die notwendige Einfriedung der Grundschule kann damit kaum sichtbar integriert werden.
    - Steigerung der Außenraumaktivität dem Schultyp entsprechend
    - Grundschule mit Spiel-, Streif- und Lernräumen.
    - Weiterführende Schulen mit großzügigen, zum Teil überdachten, Aufenthaltsflächen.

    Die vorhandenen Vegetationsstrukturen werden aufgenommen und weiterentwickelt
    - Wo möglich Erhalt von Bäumen
    - Pflanzung von attraktiven und blütenreichen Gehölzen, Hecken und Bäumen
    - Wo möglich Anlage von Blumenwiesen

    Einheitliche und individuelle Materialität
    - Durchgang mit freier Linienführung in Asphalt mit Pflasterbändern
    - Großformatige Plattenflächen im Wechsel mit Pflanzflächen

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die bestehenden Schulen werden städtebaulich sinnfällig ergänzt. Für die einzelnen Schulen werden gut proportionierte Gebäude und qualitätvolle Freiräume entwickelt. Die Freibereiche der unterschiedlichen Schultypen werden in einem übergeordneten Freiraumkonzept gut miteinander verbunden. Die einzelnen Schulareale sind gut ablesbar und bilden eigene Identitäten.
    Der Verfasser schlägt für die Grundschule einen linearen organisierten Baukörper entlang der Fanschuhstraße vor, indem der Y-Bau gut angebunden wird. Die Grundschule ist durch die zweigeschossige Anbindung des Y-Baus durchgängig barrierefrei erschlossen. Die Klassentrakte der Grundschule weisen hohe räumliche Qualitäten auf. Die vorgeschlagenen Lerninseln in den Kopfbereichen der Klassenräume werden begrüßt. Die Vorgaben des Anforderungsprofils des Nutzers werden richtig umgesetzt. Die ausladende Gebäudestruktur führt allerdings zu einem großen Flächenverbrauch. Der Haupteingang liegt richtig im nördlichen Grundstücksbereich. Durch die differenzierte Baukörpergliederung entstehen interessante Freibereiche. Der lineare Baukörper des bestehenden Gymnasiums wird bis zur Sporthalle verlängert, die Pausenhalle wird mit einer neuen Aula erweitert. Kritisiert wird die Trennung der südlichen Pausenfläche von den nördlichen. Die Öffnung des Gymnasiums zum Schulhof der Mittelschule wird kontrovers diskutiert. Die innere Struktur wird positiv bewertet. Die Ergänzung der Realschule gelingt mit einem gut proportionierten Baukörper. Die Mittelschule wird mit einem solitären Baukörper ergänzt. Durch den zweigeschossigen Baukörper wird die Belichtung der bestehenden Mittelschule eingeschränkt. Der Entwurf ist ansprechend durchgearbeitet. Die Fassaden sind für die Bauaufgabe angemessen gestaltet. Die vorgeschlagenen Erweiterungsflächen sind nachvollziehbar organisiert.