loading
  • DE-10179 Berlin
  • 06/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-129530)

AKG-Auszeichnung herausragender Gesundheitsbauten 2013


  • Auszeichnung


    Anzeige


    Realisiertes Projekt
    Partikel-Therapie-Zentrum

    Erläuterungstext
    Kontext und Aufgabe | Das Marburger Partikel-Therapie-Zentrum ist eine ambulante Einrichtung zur dreidimensionalen Bestrahlung onkologischer Erkrankungen durch Protonen und Schwerionen. Die hoch spezialisierte Bestrahlung zerstört die Tumorzellen punktgenau und schont das gesunde Gewebe. Weltweit sind mit dieser Technologie nur wenige Kliniken ausgestattet. Zur Verfügung stand ein Grundstück auf den Lahnbergen inmitten eines kleinen Wäldchens in naher Verbindung zum klassischen Klinikbetrieb des Universitätsklinikums Gießen-Marburg. Der Aufgabe näherten wir uns, in dem wir zunächst versuchten die Perspektive des Patienten einzunehmen. Es wäre wünschenswert das Erleben der bedrückenden technischen Ausstattung so weit wie möglich dem Blickfeld der Patienten zu entziehen. Das naturnahe Umfeld des Grundstücks mit vielen Bäumen, der frischen Luft und das unmittelbare Wahrnehmen der wechselnden Jahreszeiten bilden hierfür eine gute Voraussetzung.

    Baukörper und Workflow | Die größte Hemmschwelle schwerkranker Menschen ist das Betreten eines Krankenhauses. Mit einer fast übergroßen Geste der Offenheit wird versucht den Patienten diese Angst zu nehmen. Die Gebäudeseite mit dem Haupteingang bildet eine einzige Öffnung, großzügig, weit und verglast. Mit dieser Geste der offenen Arme erfüllt die Architektur hier gleich zwei Aufgaben: die Beruhigung des ankommenden Patienten und durch ihre unausweichliche Präsenz die Überblendung der sich dahinter türmenden, der Technik folgenden Geometrie der Baukörper. Unabhängig davon aber bildet das Eingangsbauwerk innerhalb der ruhigen Landschaft eine architektonische Landmarke. Die außergewöhnliche Funktion dieser Anlage erforderte eine kompakte Bauweise auf großer Grundfläche (70 x 100 Meter). Sowohl der Grundriss als auch der Baukörper müssen sich zwingend den technischen Notwendigkeiten der Strahlenerzeugung und Strahlenführung, sowie dem daraus resultierenden, baulich hoch effizienten Workflow unterwerfen. Die größte Herausforderung liegt dabei in der Koordination eines Linearbeschleunigers, eines Synchrotrons und einer Strahlführung hin zu den Räumen, in denen über Roboter die Patienten vor dem Ionenstrahl positioniert werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 17.06.2013, 11:08
Zuletzt aktualisiert 19.06.2013, 16:55
Beitrags-ID 4-69418
Seitenaufrufe 247

Anzeige







Anzeige