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  • DE-99510 Apolda
  • 06/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-130959)

Landesgartenschau Apolda 2017 - Kernzonen


  • 2. Preis Kernzone 1 - Bahnhofstraße


    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Yvonne Baur

    Preisgeld
    9.700 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser leiten ihr Konzept aus dem Bild eines „historischen Patterns“ ab. Den historischen Plan vor Augen, lesen sie den Ort neu und schreiben ihn mit subtiler aber kraftvoller Handschrift fort. Es gelingt ihnen so, mit wohlproportionierten Baufeldern, zugeordneten Gärten und kleineren öffentlichen Parks ein robustes wie zukunftsweisendes städtebauliches Grundgerüst zu entwickeln.
    Bestehende Bauten werden geschickt integriert und durch dem Ort angemesse villenartige Bauten sinnvoll ergänzt. Die raumwirksamen Baukanten wurden zu den umgebenden Straßen geschickt gesetzt, wobei ausreichend Fugen den notwendigen Raum für reizvolle Blicke und leitende Neugierde ins grüne Innere erkennen lassen. Tradierte Wegebeziehungen gliedern die bebaubaren Felder in überschaubare Teilberei-che und verknüpfen in einem reizvollen Wechselspiel von Enge und Weite geschickt Innen und Außen.
    Im Inneren entwickelt sich mit erstaunlichem Respekt vor dem Vorgefundenen durch die Wiederbelebung des Villengartens, die Aktivierung des Museumsgartens und durch einen feinfühlig in Westrichtung gesetz-ten Terrassengarten ein kraftvoller Dreiklang mit atmosphärischer Dichte.
    Nachvollziehbar ist der Vorschlag, die Bahnhofsstraße mit Museumsbereich verkehrlich zu beruhigen, um so die „Brücke“ zum östlichen Kulturquartier zu schlagen. Das Denkmal für die Opfer des Faschismus wird klärend freigestellt und angemessen in das verbindende Wegesystem eingebunden.
    Die dargestellte Gartenschaubespielung entwickelt sich nachvollziehbar aus dem langfristigen Leitbild. Mit der Einbeziehung der Museen, dem Gärtnermarkt und den innovativen IBA-Bauten sind tragfähige Ankerat-traktionen im Areal platziert. Kritisch wird dagegen die Offenlassung der Bahnhofstrasse und die damit ver-bundene kleinteilige Einfriedung gesehen.
    So bietet die Arbeit ein zukunftsweisendes Konzept, das in einem stimmigen Wechselspiel reizvolle öffentli-che Grünelemente und flexibel zu entwickelnde Baufelder kombiniert. Dies gibt ausreichen Raum für die Bespielung während der Landesgartenschau und entwickelt eine zugfähige Stimulanz für eine attraktive städtebauliche Entwicklung des Quartiers.


INFO-BOX

Angelegt am 19.06.2013, 10:45
Zuletzt aktualisiert 28.07.2014, 10:54
Beitrags-ID 4-69620
Seitenaufrufe 643