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  • DE-86441 Zusmarshausen
  • 06/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-130522)

Neugestaltung Rathausumfeld


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Yvonne Baur, Carola Stürzer

    Preisgeld
    9.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Tragender Entwurfsgedanke ist das Aufspannen eines „Blätterdaches“ zwischen Rathaus und Pfarrhof. Die Nutzungsbereiche Parkierung, Musikgarten und „Sitzen unter Bäumen“ werden auf einer weitläufigen Pflasterfläche platziert. Hierzu ist anzumerken, dass es in der Praxis etliche Jahre dauern wird, bis sich der in den Perspektiven anschaulich dargestellte Charakter des „Blätterdaches“ auch so einstellen wird. Durch die auf dem Rathausplatz zerstreut liegenden Bäume ergeben sich Einschränkungen in Bezug auf die gewünschte Multifunktionalität bei Großveranstaltungen. Bis dato wird die Pflasterfläche zu stark dominieren. Unverständlich ist deshalb der Wegfall der bestehenden Ahornbäume. Der Grad der Versiegelung des Platzraumes erscheint zu hoch und unterscheidet sich lediglich durch die Oberflächentextur vom südlich angrenzenden Erschließungsbereich. Grundsätzlich erscheint die Gliederung der Platz- und Verkehrsflächen angemessen.
    Der Übergang zur nördlich angrenzenden kleinteiligen Wohnbebauung wird durch eine begrünte Pufferzone in Form eines Hortensiengartens schlüssig bewältigt. Von den drei terrassierten Teilbereichen des Platzes überzeugen der östliche Musikgarten und der mittlere Nutzungsbereich, während der Parkraum vor dem Rathaus überdimensioniert erscheint.
    Das Toilettenhaus an prominenter Stelle des Platzes wirkt hier deplatziert. Längs-Parker entlang der Schulstraße im westlichen Bereich sind denkbar. Im östlichen Bereich ruft die Anlage der Längs-Parker erhebliche Bedenken hervor, weil in den Böschungsbereich der Kirche unnötig stark eingegriffen wird und nicht wirtschaftlich ist. Die Rampe zum Kirchplatz bedingt eine hohe Mauer, die als zu harte Zäsur zur Schulstraße empfunden wird.
    Der Entwurfsgedanke zum „Moosdreieck“ erzeugt durch die einheitliche großflächige Pflasterung Eintönigkeit, die auch durch die eingestreuten Bäume und den Brunnen nicht gemildert wird. Der Verzicht auf die Darstellung verkehrsgliedernder Elemente lässt kein schlüssiges Konzept zur Verkehrsberuhigung der Schulstraße erkennen. Trotz des hohen Pflasteranteils lässt sich durch Verzicht auf unnötige Einbauten im Realisierungsteil eine Wirtschaftlichkeit des Konzepts in Erstellung und Unterhalt erwarten.